Jazznotes 

Die Jazz-Konzerttipps im August

Johannes Enders mit Enders Room vom 13. bis 17. August in der Unterfahrt

Zwei Saxofon-Giganten und ein Kult-Orchester können sich über mehrere Tage in der Unterfahrt austoben. Wem das hiesige Sommerloch-Angebot nicht reicht, dem bietet sich die Möglichkeit ins nahe Österreich auszuweichen: zum Jazzfestival Saalfelden.

Was früher mal „Munich Summer Jazz Week“ hieß, kommt heute ohne Namen aus, ist sich aber inhaltlich treu geblieben: jeweils von Dienstag bis Samstag kann/ darf sich eine Band/ ein Künstler musikalisch so richtig austoben. Der aus Weilheim stammende Leipziger Jazz-Professor Johannes Enders hat vom 13. bis 17.8. Lehrbetriebspause. 

Da widmet sich der hünenhafte Saxofonist in der Unterfahrt nämlich seinem Projekt Enders Room, das mit den Trompetern Micha Acher und Bastian Stein (Samstag), dem Vibrafonisten Karl Ivar Refseth, dem Pianisten Jean-Paul Brodbeck (Freitag, Samstag), dem E-Bassisten Zwiauer sowie dem Schlagzeuger/Elektroniker Gregor Hilbe personell bestens ausgestattet ist.

Die Unterfahrt Jam-Sessions werden im August vom Drummer Daniel Scholz angetrieben (18. + 25.8.).

Auch die nächste Woche gehört einem Saxofon-Giganten, nämlich dem 83-jährigen Don Menza. Der aus Buffalo stammende Musiker, der lange in München wirkte, hat gleich mehrere Projekte am Start: am 20.8. verbündet er sich mit Pianist Max Greger Junior, am 21.8. entführt er uns mit Sängerin Ulrike Tropper und Gitarrist Helmut Kagerer in eine Zeit, als der Bossa Nova gerade mächtig en vogue war. Nach dem „Stan Getz/ João Gilberto-Projekt“ widmet sich Menza für die verbleidenden drei Unterfahrt-Tage klassischem New York Jazz, den er unter anderem mit einem Buddy aus Buffalo pflegt: dem Posaunisten John Hasselback Junior (22. – 24.8.).

Hier sind furiose Grenzgänger am Werk, die das Klang-Spektrum von Jazz-Orchestern um so manche Nuance, manche Kuriosität erweitert haben. Das vielköpfige, unkonventionell instrumentierte Berliner Andromeda Mega Express Orchestra kann seinen Kultstatus vom 27. – 31.8. in der Unterfahrt ausbauen.

Auf der Alm, da gibt’s viel sündhaft Gutes. Am Fuße des Steinernen Meers im Pinzgau, aber auch auf so manchem Gipfel feiert das Jazzfestival Saalfelden, das viele Münchner seit jeher magisch anzieht, zwischen dem 22. und 25. August seine 40. Ausgabe. Anders als man vermuten sollte, will Intendant Mario Steidl zum stolzen Jubiläum nicht mit großen Namen prahlen, sondern hat mit seinem Team neue Spielwiesen erschlossen und bezieht die gesamte Gemeinde mit ins Festival ein. So wird heuer etwa im Park, auf der City Stage, im Schlossmuseum, im Bildungszentrum, dem alten Bezirksgericht, im Restaurant „Völlerei“, der Buchbinderei Fuchs, der Buchhandlung Wirth- miller und auch am Berg bei freiem Eintritt musiziert – so will man sich ein neues, junges Publikum erschließen, das das großzügige Angebot hoffentlich auch annimmt. KaufkartenBesitzern wird im Kunsthaus „Nexus“, vor allem aber im Congress auf der Haupt-Bühne einiges offeriert. Hier ein wenig Name-Dropping: Joshua Redman’s Still Dreaming, Koma Saxo, Orjazztra Vienna, Sarah Tandy, Binker Golding, James Brandon Lewis, Anna Webber’s Clockwise, Frode Haltlis Avant Folk, Manu Mayr, Lukas König u.v.m.

Autor: Ssirus W. Pakzad

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