Jazznotes

Unsere Jazz-Konzerttipps zum Monatswechsel

Grégory Privat am 2. Mai in der Unterfahrt, Dan Weiss 23. April in der Unterfahrt

2011 hat die Unesco den 30. April zum „International Jazz Day“ ausgerufen. Rund um den Feiertag gibt es nun aufregende Konzerte in München, bei denen sich vor allem Pianisten von ihrer besten Seite zeigen dürfen.

Big Band-Nights: am 22.4. reißt uns die Earforce mit einem Mix aus Jazz, Funk und Fusion aus der Oster- Lethargie und am 29.4. macht das Bamesreiterschwartzorchestra die bewährte Metamorphose durch (beide Unterfahrt).

Schlagzeuger und Tablaspieler Dan Weiss hat mit „Starebaby“ kürzlich ein wirklich aufregendes, vielschichtiges, wuchtiges Album veröffentlicht, das sich irgendwie, allerdings auch sehr schlüssig zwischen Jazz, Metal und Progrock bewegt. Heftige, aber lohnende Kost. Mit dem Gitarristen Ben Monder, Keyboarder Matt Mitchell und Bassist Trevor Dunn stellt er seine CD in der Unterfahrt vor (23.4.).

Straight swingende Musik spielt Pete York’s Spangalang. Der legendäre Schlagzeuger hat sich mit Sängerin Nina Michelle, Saxofonist Claus Koch und Pianist Jan Eschke verlässliche Bühnenpartner ausgesucht (Unterfahrt, 24.4.).

Ein Allstar-Quartett mit Posaunist Ryan Keberle, Pianist Frank Woeste, Cellist Vincent Courtois und Schlagzeuger Guilhelm Flouzat nennt sich Reverso Suite Ravel und verschreibt sich – der Name verrät es schon – der Musik eines großen französischen Impressionisten (Unterfahrt, 25.4.).

Das Duo PAO besteht aus Sängerin Petra Scheeser und Pianist Oliver Hahn und vermittelt im Künstlerhaus mit wenigen ausgesuchten Mitteln zwischen Jazz und Pop (26.4.). •

Saxofonist Émile Parisien und Akkordeonist Vincent Peirani haben sich als Duo bewährt, nein, eigentlich mehr noch: haben zusammen furiose Konzerte gegeben. Wir sind gespannt, ob und wie es funktioniert, wenn sich die beiden aufeinander eingespielten Franzosen jetzt mit der Schweizer Wunderkehle Andreas Schaerer zusammen tun (Unterfahrt, 26.4.).

• Das Quartett Tiktaalik versucht die Evolution vom traditionellen bis zum modernen Jazz in Klänge zu übersetzen. Der Vierer gastiert in der Kulturschranne Dachau (27.4.).

Viele Piano-Highlights: am 27.4. bringt Bokani Dyer Jazz und südafrikanische Heimatklänge einander näher (Unterfahrt). Dann kredenzt das nun schon mehrfach prämierte Trio LBT bei der Unterfahrt-Jam Session seinen plausiblen Techno-Jazz-Mix (28.4.) und das Tingvall Trio kann im Bayerischen Hof zeigen, warum es sich solcher Popularität erfreuen darf (30.4.). 

Bei „Bühne Frei im Studio 2“ versammelt Flügelstürmer Florian Weber anlässlich des „International Jazz Days“ sein großartiges Album „Lucent Waters“ in der Original-Besetzung: mit Trompeter Ralph Alessi, der Bassistin Linda May Han Oh und dem Schlagzeuger Nasheet Waits (30.4.). 

Im Nightclub des Bayerischen Hofs macht sich Cornelius Claudio Kreusch über den Flügel her – ich hoffe, es ist nicht der hauseigene. Flankiert wird der Ottobrunner von Bassist Zaf Zapha und Schlagzeuger Maxime Zampieri (1.5.). 

Noch ein Pianist. Und was für einer: der von Guadeloupe stammende Grégory Privat zeigt in der Unterfahrt, wie viel Einfluss karibische Klänge auf die Entstehung des Jazz hatten und was sie heute noch bewirken (Unterfahrt, 2.5.)

Der kernige französische Sänger und Mundharmonikaspieler Charles Pasi stellt in der Unterfahrt sein Blue Note-Album „Bricks“ vor (30.4.).

Dort zelebriert die israelische Posaunistin Reut Regev ihren gelungene, rhythmisch pointierte Kreuzung aus Jazz, Funk und Latin (1.5.).

Autor: Ssirus W. Pakzad

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