Filmfestival

Eyes Wide Open – DOK.Fest@home 2021

Das Ich und die Anderen: Klassenkampf
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Das Ich und die Anderen: Klassenkampf

Dem Dokumentarfilm ein Fest! 131 Filme, 43 Länder, deutschlandweit online, bis 23. Mai.

Kunst, Krieg, Politik, Natur, Geschichte, Coming-of-Age und Coming-Out, Musik, Migration, Heimat …
das Münchner Dok.Fest bietet großartige Filme fürs Binge Watching.

Tickets, Teaser, alle Infos findet Ihr hier: www.dokfest-muenchen.de

Hier ein paar Empfehlungen für die nächsten Tage:

Hinter den Schlagzeilen begleitet zwei Investigativ-Journalisten der Süddeutschen Zeitung bei der aufwändigen Arbeit. Bastian Obermayer und Frederik Obermaier haben für die Panama Papers recherchiert, versucht, den Mord an der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia zu klären. Dann wird ihnen ein brisantes Video aus einer Villa in Ibiza zugespielt. Gefakt?! Echt? Faktencheck, forensische Gutachten, juristische Prüfung. Bis zur folgenreichen Veröffentlichung dauert es ein ganzes Jahr: Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache tritt zurück. Eine beeindruckende Langzeitbeobachtung über seriösen Journalismus.

Vakuum ist eine heimatliche Ad-Hoc-Sozialstudie in Zeiten von Corona. „Für alle Österreicher und Österreicherinnen gilt: Bleiben Sie zuhause! Wir müssen alle gemeinsam diese Maßnahmen setzen, um das Virus auszuhungern“. Der Kanzler gibt die Regeln vor, mit immer neuen Verlautbarungen – und die Menschen im Südburgenland versuchen, sich zu arrangieren. Leere Baumärkte, Gottesdienste, ins Fernsehen verlegt, die Miliz an der ungarischen Grenze, zugesperrte Gastwirtschaften, Distanzunterricht, Anti-Corona-Demos… „Wie der Dritte Weltkrieg, nur ohne Waffen!“. Tableaus, Stimmen, Gespräche. Angst, Ohnmacht, Gelassenheit, Gelächter … Eine breit gefächerte Feldstudie in der Heimat, den Menschen zugeneigt, in der großen Tradition des österreichischen Films, schon jetzt ein Zeit-Dokument. Kristina Schranz‘ Abschlussfilm an der Münchner Filmhochschule. Leiwand!

Holgut ist Initiation und mythische Erzählung. Jakutien. Nomadisches Leben. Ein Junge aus der Stadt soll bei seinem Bruder lernen, wie man fischt, Rentiere jagt – schwierig in postsowjetischen Zeiten. Der Permafrostboden schmilzt. Industrieruinen rosten. Ein südkoreanischer Wissenschaftler ist, am Rand eines verlassenen Tagebaus, auf der Suche nach Mammut-DNA für seine Gen-Experimente. Jäger und Sammler. Verluste, Mythen, Utopien – im Zeichen des Klimawandels. Ein Essayfilm, mit Laiendarstellern, über Natur und menschliche Hybris, mehr Traum als „Wirklichkeit“.

KlassenkampfPorträt einer sozialen Herkunft erzählt von der Rückkehr zum lang verleugneten Selbst. Auf die Alb. Hinter Aalen. Da ist noch: Die Landschaft – das Dorf – das Haus – die Familie – das Ich. Die Kindheit wirkt fort. Unsere soziale Identität werden wir nicht los. Scham. Vererbte Intoleranz. Lustfeindlichkeit. Mit Texten von Daniela Dröscher, Annie Ernaux, Sigmund Freud, Pierre Bourdieu, Michael Hartmann, Georg Sesslen u.v.a. Als Alter Ego des Filmemachers: Die Schauspielerin Margarita Breitkreiz. Toller Score von Elias Gottstein. Sobo Swobodnik arbeitet unabhängig, frei. Seine Produktion heißt: Guerilla. Sein Verleih: Partisan. Zeige Deine Klasse! Großer Wurf.

Noch bis Pfingst-Sonntag, 23. Mai.

Der praktische Festivalpass (für alle Filme) kostet 70 EUR (inklusive 5 EUR Kino-Spende). Das Einzelticket kostet 6 EUR (mit Kino-Spende 7 EUR).

Alle Infos findet Ihr hier: www.dokfest-muenchen.de

Autor: Hermann Barth

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