Kinostarts ab dem 20.06.

Kinostarts der Woche

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Long Shot - Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich
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Eine moralische Entscheidung
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Eine moralische Entscheidung

Der Nerd und die Präsidentschaftskandidatin? Schuldgefühle in Teheran. Klavierspiel auf höchstem Niveau.

In den Kinostarts der Woche liefern wir euch einen Überblick auf die anlaufenden Filme und verlinken euch direkt zu den Spielplänen der Münchner Kinos, in denen ihr diese sehen könnt.

Eine tagesaktuelle Übersicht aller laufenden Kinofilme findet Ihr auch auf kino.in-muenchen.de

Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich

Komödie / Regie: Jonathan Levine / Laufzeit: 125 Min

Odd Couple. Fred (Seth Rogen) ist Journalist, grade arbeitslos. Trifft seine erste große Liebe Charlotte (Charlize Theron) wieder. Die ist mittlerweile Außenministerin der Vereinigten Staaten, hat vor, als Präsidentin zu kandidieren. Fred, unrasiert, übergewichtig, den Drogen zugetan, mag ein begnadeter Journalist sein, steht sich aber mit Hang zum Chaos oft selbst im Weg. 

Charlotte ist intelligent, gebildet, versiert – das glatte Gegenteil von ihm. Und stellt ihn kurzerhand als ihren Redenschreiber ein. Da gerät er, als Frischling, in ein Team mit den allerbesten seiner Zunft, hat aber insgeheim ganz andere Probleme: Wie kann er als nerdigster Nerd so eine tolle Frau beeindrucken? Und ist es überhaupt eine gute Idee, ein Verhältnis mit Charlotte anzufangen? Sehr weit hergeholt, also ein Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, ist diese witzige RomCom von Jonathan Levine, mit vielen Seitenhieben auf die aktuelle Politik, bösen Witzen, anzüglichem Humor – und einer hinreißend lustigen Charlize Theron. Märchenhaft!

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Eine moralische Entscheidung

Drama / Regie: Vahid Jalilvand / Laufzeit: 103 Min

Schuld und Sühne. Als der Gerichtsmediziner Dr. Kaveh Nariman (Amir Aghaei) in Teheran bei einem Verkehrsunfall den kleinen Amir leicht am Kopf verletzt, drängt er dessen Vater Moosa (Navid Mohammadzadeh) das Kind in eine Klinik zu bringen. Der lehnt ab und nimmt das Geld als Entschädigung für die Unfallkosten nur widerwillig an. 

Am nächsten Tag wird der Junge in Narimans Klinik zur Obduktion eingeliefert. Narimans Kollegin stellt eine Lebensmittelvergiftung als Todesursache fest. Dr. Nariman aber ist voller quälender Zweifel: Vielleicht ist ja doch er schuld am Tod des Kindes und nicht sein Vater, der ihm verdorbenes Fleisch zu essen gab? Vahid Jalilvands Eine moralische Entscheidung steht ganz in den großen Traditionen des iranischen Kinos. Beide Männer verlieren durch das Unglück ihren inneren Halt, suchen nach Schuld und Schuldigen, bei sich und anderen. Zwei Charakterstudien. Überzeugend.

Der Klavierspieler vom Gare du Nord

Komödie / Regie: Ludovic Bernard / Laufzeit: 106 Min

Talent zur Meisterschaft. Pierre Geithner (Lambert Wilson), Leiter des Pariser Konservatoriums, fällt das Können des 20-jährigen Mathieu Malins - ki (Jules Benchetrit) auf, als der auf einem öffentlichen Klavier eine klassische Partitur zum Besten gibt. Mathieu nimmt Geithners Angebot, ihn zu unterstützen, zunächst nicht an. 

Als er jedoch in Untersuchungshaft gerät, kann ihm Geithner helfen. Zu Mathieus Bewährungsauflagen gehört es, im Konservatorium bei einer strengen englischen Dozentin (Kristin Scott Thomas) Unterricht zu nehmen. Und Geithner meldet ihn an für einen internationalen Wettbewerb. Der Klavierspieler vom Gare du Nord, Regie Ludovic Bernard, erzählt eines der in Frankreich so beliebten Märchen vom Aufstieg eines talentierten Banlieue-Bewohners in die höchsten bürgerlichen Kreise. Nahe am Klischee, aber in den Emotionen und in der Liebe aller Beteiligten zur Musik doch überzeugend.

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Verachtung

Krimi, Mysterie, Thriller / Regie: Christoffer Boe / Laufzeit: 119 Min

Gott ist tot. „Erbarmen“, „Schändung“, „Erlösung“ … die Thriller des dänischen Autors Jussi Adler-Olsen gehören, als Bücher wie als Filme, zur Extraklasse. In Verachtung, Regie Christoffer Boe, stoßen die beiden Ermittler Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) und Hafez el-Assad (Fares Fares) vom Kopenhagener Sonderdezernat Q auf einen besonders schaurigen Fall. Handwerker haben hinter einer Trennwand drei mumifizierte Leichen entdeckt. Die sind sitzend um einen Tisch herum drapiert – ein vierter Platz ist frei. 

Bei ihren Recherchen stoßen die Kommissare auf die heute verlassene Insel Sprogø, auf der von den 1920ern bis in die 1960er in einer Frauenklinik schwer erziehbare oder schwangere Mädchen grausam behandelt und zwangssterilisiert wurden. Es scheint, dass die Täter von damals rassistisch motivierte Nachahmer in der Gegenwart gefunden haben … Sehenswert!

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O Beautiful Night

Drama / Regie: Xaver Böhm / Laufzeit: 86 Min

Komm süßer Tod. Musiker Juri (Noah Saavedra), 21, ist viel zu jung zum Sterben. Denkt aber ständig dran und stolpert von einer Panikattacke in die nächste. Als eines Tages ein Vogel direkt vor seinen Augen verendet, stürzt er aus seiner Wohnung, die er sonst so gut wie nie verlässt, und landet schließlich in einem Automatencasino. 

Dort trifft er einen ziemlich seltsamen Mann (Marko Mandic), der behauptet, der leibhaftige Tod zu sein. Juri stirbt fast vor Entsetzen, sieht sich dann aber gezwungen, mit dem seltsamen Boandlkramer durch die Berliner Bars und Clubs zu ziehen, um dabei über Gott und die Welt, das Leben und das Sterben zu debattieren. Nach allerlei skurrilen Abenteuern, Einbrüchen, Drogenkonsum treffen sie Stripperin Nina (Vanessa Loibl), in die sich Juri spontan verliebt … Am Ende von O Beautiful Night wird tatsächlich jemand sterben, zuvor aber erfreut Xavier Böhms Debütfilm mit einer hübsch neoromantischen Story und richtig tollen Bildern. Lief in der Panorama-Sektion der Berlinale. Ein Hoffnungsträger für das jüngste deutsche Kino.

Drei Schritte zu Dir

Drama, Liebesfilm / Regie: Justin Baldoni / Laufzeit: 117 Min

Als es knistert. Wird es schwierig für die Teenager Stella (Haley Lou Richardson) und Will (Cole Sprouse). Beide leiden an Mukoviszidose. Das bedeutet, dass sie sich nicht näher als zwei Meter kommen dürfen, um das Risiko einer gegenseitigen Infektion zu vermeiden. Für Stella ist das Krankenhaus ihr zweites Zuhause, sie wartet, mit geringen Chancen, auf eine Spenderlunge, hat beschlossen, ihr absehbar kurzes Leben auszukosten, steckt mit ihrer guten Laune alle an und hat im schwulen Poe (Moises Arias) einen besten Freund gefunden. Neuzugang Will, anfangs ein arg arroganter Großkotz verwandelt sich allmählich in einen echten Mädchenschwarm. Drei Schritte zu Dir ist ein Herzschmerz-Melo von Justin Baldoni mit bittersüßem Ende. Leider nicht so stark wie „Club der roten Bänder“.

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Tolkien

Biografie, Drama / Regie: Dome Karukoski / Laufzeit: 112 Min

Inspiration. John Ronald Reuel Tolkien (Nicholas Hoult) geht auf eine Elite-Schule, wo er eine Gruppe engster Freunde findet. Die unterstützen ihn auch, als er seine erste große Liebe verliert. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs bringt sie auseinander. Jugend und frühe Mannesjahre jedenfalls, die ihn sehr viel später zu seinen berühmten Mittelerde-Romanen inspirierten. Tolkien ist ein nicht gerade dringliches Biopic von Dome Karukoski über den „Herr der Ringe“-Autor.

Brightburn: Son of Darkness

Drama, Horror, Science-Fiction / Regie: David Yarovesky / Laufzeit: 91 Min

Von wegen Lichtgestalt. Ein irdisches Ehepaar findet in einem Meteoriten ein außerirdisches Baby. Die beiden adoptieren den Buben und ziehen ihn unter dem Namen Brandon auf. Leider entfaltet der junge Mann immer unheimlichere Kräfte, je älter er wird. Brightburn: Son of Darkness heißt der von Newcomer David Yarovesky inszenierte Horrorstreifen, den „Guardians Of The Galaxy“-Regisseur James Gunn produziert hat, ein Slasher-Stück mit einigen hübsch fiesen Szenen.

Inna de Yard

Dokumentarfilm, Musikfilm / Regie: Peter Webber / Laufzeit: 99 Min

Good Vibes. Hoch über Jamaikas Hauptstadt Kingston steht ein Haus, gepfropft voll mit alten Vinyl-Schallplatten. Im Garten treffen sich die größten Stimmen des Reggae zum Stelldichein: „Mr. Rocksteady“ Ken Boothe, Winston McAnuff, Kiddus I und Cedric Myton. Sie standen zusammen mit Bob Marley, Peter Tosh und Jimmy Cliff auf der Bühne. Heute wollen sie das Genre und ihre weltbekannten Hits neu aufleben lassen und nehmen gemeinsam das Unplugged-Album "The Soul of Jamaica" auf. In seinem Dokumentarfilm Inna de Yard sieht Regisseur Peter Webber („Das Mädchen mit dem Perlenohrring“) den alten Rastalocken-Recken dabei zu und lässt sie erzählen: Von guten wie von schlechten Tagen.

Autor: Hermann Barth

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