Kinostarts ab dem 7. März

Die Kinostarts der Woche

Ab Donnerstag im Kino: Captain Marvel, White Boy Rick, The Sisters Brothers und Beale Street

In Beale Street gibt sich Oscarpreisträgerin KiKi Layne kämpferisch. Captain Marvel gerät in einen intergalaktischen Konflikt, der die Erde zu verschlingen droht

In den Kinostarts der Woche liefern wir euch einen Überblick auf die anlaufenden Filme und verlinken euch direkt zu den Spielplänen der Münchner Kinos, in denen ihr diese sehen könnt.

Eine tagesaktuelle Übersicht aller laufenden Kinofilme findet Ihr auch auf kino.in-muenchen.de

Die Kinostarts der Woche in Bildern

Captain Marvel

Abenteuer, Action, Science-Fiction / Regie: Anna Boden, Ryan Fleck / Laufzeit: 124 Min

Erdling. War einst Kampfpilotin Carol Danvers. Heute ist sie die Superheldin Captain Marvel (Brie Larson). Als sie, zusammen mit ihren Kollegen von der Elite-Einheit Starforce, auf die Erde abstürzt, kommen schemenhaft Erinnerungen wieder hoch. 

Zusammen mit dem S.H.I.E.L.D.-Agenten Nick (Samuel L. Jackson) erkundet sie ihre Vergangenheit, und muss den alten Planeten gegen die außerirdischen Skrull verteidigen. Ein Superhelden-Action-Film nach der gleichnamigen Marvel-Comic-Reihe.

Beale Street

Drama, Krimi, Romance / Regie: Barry Jenkins / Laufzeit: 119 Min

Verkäuferin Tish (KiKi Layne) und Bildhauer Fonny (Stephan James) kennen sich seit Kindheitstagen. Jetzt haben sie ihre Liebe füreinander entdeckt. Als Fonny fälschlich beschuldigt wird, eine puerto-ricanische Haushälterin vergewaltigt zu haben, muss er in Untersuchungshaft. 

Die schwangere Tish und ihre Eltern Sharon (Regina King) und Joseph (Colman Domingo) setzen alles daran, um Fonnys Unschuld zu beweisen. Allerdings, im Kampf gegen das vorurteilsbehaftete Justizsystem stehen die Chancen schlecht … Das Drehbuch zu Beale Street, nach James Baldwins Roman „If Beale Street Could Talk“, stammt von Barry Jenkins, dem Autor/Regisseur von „Moonlight“, der hier auch Regie führt. Brillant. Ein großes, emotional mitreißendes Kinohighlight.

The Sisters Brothers

Abenteuer, Komödie, Western / Regie: Jacques Audiard / Laufzeit: 121 Min

Die Gebrüder Sisters, Eli (John C. Reilly) und Charlie (Joaquin Phoenix), sind berüchtigte Killer. Im Auftrag des geheimnisvollen „Kommodore“ sollen sie Chemiker Hermann Warm (Riz Ahmed) erledigen, nicht aber, ohne ihm die Wunderformel abgerungen zu haben, mit der Gold im Wasser sichtbar wird. Jim Morris (Jake Gyllenhaal) ist dem Genie bereits auf der Spur. 

Auf ihrem Weg von Oregon nach Sacramento haben der mordlüsterne, allzu oft dem Whiskey frönende Charlie und der nachdenkliche, kränkelnde Eli genug Zeit, ihr Leben und ihr Tun in langen (höchst witzigen) Dialogen zu reflektieren. Da geht’s um Freundschaft, Familie, eine gerechtere Welt. Frankreichs Star-Regisseur Jacques Audiard („Ein Prophet“, „Der Geschmack von Rost und Knochen“) liefert mit The Sisters Brothers wunderbar unterhaltsames Arthouse-Kino im Gewand eines Westerns. Silberner Löwe in Venedig!

Kirschblüten & Dämonen

Tragikomödie / Regie: Doris Dörrie / Laufzeit: 116 Min

Zehn Jahre nach dem Tod seiner Eltern Rudi (Elmar Wepper) und Trudi (Hannelore Elsner) ist ihr Sohn Karl (Golo Euler) aus Tokio nach Bayern zurückgekehrt. Lebt getrennt von seiner Frau und Tochter. Ist arbeitslos. Hat ein Alkoholproblem, kaum Kontakt mit seinen Geschwistern. Da steht plötzlich Yu (Aya Irizuki) vor seiner Tür. 

Yu stellt Karls Leben komplett auf den Kopf. Bringt ihn dazu, in das leerstehende Elternhaus zurückzukehren, um sich mit seinen Dämonen, den Eltern, auseinanderzusetzen. Karl erkennt erst allmählich, dass er mit Yu zusammenleben möchte. Und macht sich, auf der Suche nach Erlösung, auf den Weg nach Japan. Doris Dörries Kirschblüten & Dämonen setzt, zehn Jahre nach „Kirschblüten – Hanami“, japanisch-bayerische Begegnungen unter Zen-buddhistischen Vorzeichen fort. Gewöhnungsbedürftig. Von großem Reiz.

Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit

Biografie, Drama / Regie: Mimi Leder / Laufzeit: 121 Min

Nach der Doku „RGB – Ein Leben für die Gerechtigkeit“ erzählt nun Mimi Leder in ihrem Spielfilm Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit aus dem Leben der mutigen Frauenrechtlerin Ruth Bader Ginsberg (Felicity Jones). Studiert hat sie Jura, gegen viele männliche Widerstände, in den 1950ern in Harvard. Bekommt danach keinen Job als Anwältin. Also wird sie Jura-Professorin. 

Ihr Mann Marty (Armie Hammer) vermittelt ihr schließlich einen reizvollen Fall: Ein Mann, der Pflegekosten für seine Mutter nicht von der Steuer absetzen kann – weil er ein Mann ist. Ruth kämpft vor Gericht für die Gleichstellung der Geschlechter. Ein Gerichts-Drama und Biopic über die mit 85 Jahren noch immer am Supreme Court arbeitende Ikone der Frauenrechtsbewegung.

Mid90s

Drama, Komödie / Regie: Jonah Hill / Laufzeit: 85 Min

L.A. in den 1990ern. Der 13-jährige Stevie (Sunny Suljic) wächst bei seiner alleinerziehenden Mutter (Katherine Waterston) auf, zofft sich mit seinem großen Bruder (Lucas Hedges) und entdeckt eines Tages eine Jungs-Gang, die sich die Zeit ziemlich cool mit Skaten vertreibt. Es dauert, bis er akzeptiert wird. Dann darf er nicht nur an verbotenen Plätzen skaten, die Jungs nehmen ihn sogar mit auf Partys, wo er erste sexuelle Erfahrungen sammelt. 

Im schwarzen Skater Ray findet Stevie einen echten Freund. Mid90s ist das Regiedebüt des Hollywoodstars Jonah Hill. Ein ziemlich gelassener Coming-of-Age-Film, der in sehr authentisch wirkenden Szenen mit den grundsympathischen jungen Darstellern von Enge und Freiheit, der Sehnsucht nach Dazugehören, von Gruppenzwang und Freundschaft erzählt.

Vom Lokführer, der die Liebe suchte

Drama, Komödie / Regie: Veit Helmer / Laufzeit: 90 Min

Lokführer Nurlan (Miki Manojlovic) passiert mit seinem Zug jeden Tag die Vorstädte der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Die Gegend ist so dicht bebaut, dass die Anwohner die Schienen für den Alltag nutzen. So bleiben ständig Gegenstände an der Lok hängen. An Nurlans letztem Arbeitstag ist das ein schöner BH. Den will der liebenswerte Einzelgänger nun seiner Besitzerin zurückgeben, und macht sich auf die Suche. 

Veit Helmers („Tuvalu“, „Absurdistan“, „Baikonur“) Komödie Vom Lokführer, der die Liebe suchte kommt ohne Dialoge aus, lebt von vielen skurrilen Gags und gelegentlichen Musikeinlagen. Poetisch.

White Boy Rick

Drama, Krimi / Regie: Yann Demange / Laufzeit: 112 Min

Detroit in den 1980ern. Vater Richard (Matthew McConaughey) ist arbeitslos, dealt mit Waffen, seine Tochter Dawn (Bel Powley) driftet in die Sucht, Sohn Rick (Richie Merritt), kaum 14, traut sich in die schwarzen Viertel, fängt an mit Cannabis zu dealen – und wird Undercover-Informant für das FBI. 

Er soll für die Cops (Jennifer Jason Leigh und Rory Cochrane) die „Curry Crew“ infiltrieren, die mit der Stadtspitze verbandelt ist. Wird später selbst zu einem Drogen-Mogul – und muss 1987 lebenslang in den Bau. White Boy Rick von Yann Demange („71“) erzählt die authentische Jugendgeschichte von Rick Wershe Jr., ein Familien-Drama und harsche Sozialstudie zugleich.

Rate Your Date

Komödie / Regie: David Dietl / Laufzeit: 110 Min

Teresa (Alicia von Rittberg) und Patricia (Nilam Farooq) haben genug von blöden Dates. Als Teresa eines Tages den in Liebesdingen ahnungslosen Informatiker Anton (Marc Benjamin) kennenlernt, kommt ihnen eine Geschäftsidee: Gemeinsam mit dem finanzkräftigen Womanizer Paul (Edin Hasanovic) programmieren sie eine Dating App, in der man den Lover nach dem Treffen bewerten kann. Das soll die Nutzer vor bösen Überraschungen und gebrochenen Herzen bewahren. Rate Your Date heißt die romantische Komödie von David Dietl („König von Deutschland“).

Stell Dir vor, Du müsstest fliehen

Drama / Regie: Jesper Ganslandt / Laufzeit: 91 Min

Der vierjährige Jimmie (Hunter Ganslandt) und sein Vater (Jesper Ganslandt) müssen fliehen, um in einem anderen Land eine neue Heimat zu finden. Im beständigen Chaos verlieren sich Vater und Sohn aus den Augen – und der kleine Jimmie findet Aufnahme bei einer Familie, die selbst auf der Flucht ist. 

Jesper Ganslandts Stell Dir vor, Du müsstest fliehen erzählt aus der Perspektive des Kindes, ist eine doppelte Vater-Sohn-Geschichte. Denn die beiden Ganslandts spielen sich ja mehr oder weniger selbst.

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