Kinostarts ab dem 03.03.

Die Kinostarts der Woche

Batman
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The Batman

Von Superhelden, Schriftstellerinnen und Kartenzählern - So startet das Münchner Kinoprogramm in den März.

EINMAL RICHTIG AUFRÄUMEN. Vom guten, alten Gotham City träumt Milliardär Bruce Wayne (Robert Pattinson), und kämpft in seiner Rolle als Batman so gut wie vergeblich gegen das intrigante und korrupte Netzwerk von Beamten und Eliten. Einzige Getreue sind ihm Butler Alfred Pennyworth (Andy Serkis) und der redliche Polizist James Gordon (Jeffrey Wright). Als nun ein mysteriöser Killer sein Unwesen treibt, gerät Batman immer tiefer in Gotham Citys Unterwelt, wo Catwoman (Zoë Kravitz), Pinguin (Colin Farrell), Mafiaboss Falcone (John Turturro) und Riddler (Paul Dano) ihre Intrigen spinnen. Nun gilt’s, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen, den Killer zu stoppen und der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. (Ab 3.3.)

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Kino-Programm

ALBTRÄUME. William Tell (Oscar Isaac) hat schwere Schuld auf sich geladen, war Jahre im Gefängnis. Um seine inneren Dämonen zu bezwingen und seinen Lebensunterhalt zu sichern, zieht er als gewiefter Pokerspieler durch die U.S.A., hält sich aber, um nicht aufzufallen, mit hohen Einsätzen zurück. Bis er dem jungen Cirk (Tye Sheridan) begegnet, der den Ex-Elite-Soldaten für einen
Racheplan gewinnen will. Beide kennen Gordo (Willem Dafoe), einen der Folter- Offiziere im Gefängnis von Abu Ghraib, nur allzu gut. William hält sich bedeckt. Sieht eine Chance auf Vergebung, und will jetzt, zusammen mit Agentin La Linda (Tiffany Haddish) ums große Geld spielen. Mit dem Thriller The Card Counter unterläuft Paul Schrader die Erwartungen. Am Ende wird es aber doch die Charakterstudie eines Einsamen, der nach Erlösung sucht. (Ab 3.3.)

UNERWIDERTE LIEBE. Unter der leidet Cyrano de Bergerac (Peter Dinklage), denn die schöne Roxanne (Haley Bennett) interessiert sich sehr für den jungen Christian (Kelvin Harrison Jr.). Cyrano, der sich selbst für furchtbar hässlich hält, bemüht sich gar nicht weiter, beschließt, Roxanne zu helfen, schreibt unter falschem Namen Liebesbriefe – offenbart darin aber seine heftigsten Gefühle. Gegenspieler der beiden Verehrer ist der böse Graf de Guiche (Ben Mendelsohn). Cyrano, der alte Stoff, ganz neu verpackt in einer Film- Musical-(!)-Variante von Joe Wright und Drehbuchautorin Erica Schmidt, die ihrem Mann, „Game of Thrones“-Star Peter Dinklage, die Rolle auf den Leib schrieb. Musik: „The National“, die Indie-Band aus Cincinnati. (Ab 3.3.)

MUSIK UND TANZ. Swan (Star-Ballerina Michaela DePrince) ist in Franz (Daniel Camargo) verliebt – und der in sie. Der sinistre Dr. Coppelius (Vito Mazzeo) aber blendet Franz mit der von ihm erschaffenen, künstlichen Coppelia. Und lockt die Kleinstadtbewohner mit falschen Versprechungen in seine Schönheitsklinik. Allein Swan durchschaut die üblen Machenschaften und weiß sich zu wehren. Coppelia ist eine moderne Adaption des Ballettklassikers von 1870 (nach E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“). Hier agieren die Tänzer*Innen in animierten Kulissen zu neu geschriebener Musik. (Ab 3.3.)

IDENTITÄT, LIEBE, FREIHEIT. Berühmt geworden ist Tove Jansson (1914-2001) als Schöpferin der Mumins. Doch sie schrieb auch Romane, war politische Karikaturistin, malte... brach ganz selbstverständlich mit den Geschlechterrollen ihrer Zeit und führte ein faszinierendes Bohème-Leben zwischen Helsinki, Stockholm und Paris. Das hinreißende Biopic Tove von Zaida Bergroth war in Finnland ein riesiger Publikumshit, wurde x-fach ausgezeichnet und ins Oscar- Rennen geschickt. (Ab 24.3., Preview zum Weltfrauentag am 8.3. im Monopol)

NACHKRIEGSZEIT. Filmemacherin Marie (Margarita Broich) steckt in der Krise. Eine Kiste mit Fotos und Filmen, die ihr Vater hinterlassen hat, lockt sie auf eine emotionale Zeitreise in die Vergangenheit. Nur: von ihren Traumata, ihren Versuchen, gegen die festgefügten Männerwelten zu rebellieren, ist hier nichts zu finden. Vatersland ist feministisches Erinnerungskino von Petra Seeger, ihr erster Spielfilm nach der preisgekrönten Doku „Auf der Suche nach dem Gedächtnis“ über Nobelpreisträger Eric Kandel. (Ab 10.3., Preview zum Weltfrauentag am 8.3. im Breitwand Starnberg)

Hermann Barth