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Fluchterfahrung und die Liebe: KINO ASYL startet am Freitag

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Von: Andreas Platz

KINO ASYL München 2022
Austausch und Einblicke vermittelt KINO ASYL © Max Kratzer

Ab dem 7. Januar präsentiert KINO ASYL bewegende „Filme aus unserer Heimat“ 

Ab dem 7. Januar geht die Reise ab 18 Uhr auf www.kinoasyl.de los: Es gibt eine breite Auswahl an Filmen, Serien, Gesprächen und Ausstellungen aus aller Welt. Zudem bietet das Festival die Gelegenheit, die sympathischen Gesichter hinter den vielschichtigen Inhalten kennenzulernen. Das Team besteht aus facettenreichen Menschen, die mindestens zwei Dinge teilen: Fluchterfahrung und die Liebe zum visuellen Ausdruck.

KINO ASYL versteht sich als die Stimme einer Bewegung von Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, um sich hier eine zweite Heimat zu schaffen. Zurückgelassen haben sie dabei nicht nur ihre Herkunftsländer, sondern auch einen Teil ihrer eigenen Geschichte. An diesen Teil möchten die Kino Asyl Kurator*innen erinnern. Das Onlinefilmfestival hat dieses Jahr ein breites Spektrum: Unter anderem mit einer Hommage an die Landschaft Afghanistans, dem tiefe Wunsch nach einer gerechten Politik in Uganda und einem Porträt einer jungen Gruppe von iranischen Mountainbikern.

Eines der Highlights des diesjährigen Filmfestivals ist „Prickly Roses“: hier werden die ausbeuterischen Umstände verfilmt, mit welchen junge Frauen, die auf Blumenplantagen in Uganda arbeiten, zu kämpfen haben. Unsere Kuratorin Lilliane ist selbst eine alleinerziehende Mutter, deren Leben von den harten Arbeits- und Lebensbedingungen in ihrer Heimat geprägt ist.

Die klinische Psychologin hat das Talent, Zuschauer*innen in ihren Bann zu ziehen, wenn sie mit ihrer reflektierten Art über ihre Lebensgeschichte berichtet. So sei es eine Absurdität, dass in westlichen Ländern Rosen als symbolisches Zeichen der Liebe verschenkt würden. Denn der Blumenindustrie hafte mehr Blut, Schweiß und Tränen als es die Vorstellungskraft der meisten zulasse.

Das Festival ist kostenfrei. Die Filme und Filmgespräche sind über den Festivalzeitraum online abrufbar. KINO ASYL wird vom Medienzentrum München in Kooperation mit Refugio München veranstaltet.

Weitere Kooperationspartner*innen sind: Filmstadt München, Münchner Stadtbibliothek, Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München, Bellevue di Monaco, NS-Dokumentationszentrum, Pixel/Gasteig und Münchner Kammerspiele. Die Veranstaltung wird vom Kulturreferat und dem Stadtjugendamt München gefördert.

Eine Trailer zum Festival gibt es hier zu sehen: www.kinoasyl.de/trailer-2021

Das ganze Programm und Link zum Festival: kinoasyl.de

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