Online-Filmfestival

Frauenfilmreihe Bimovie 2020

Frauenfilmreihe Bimovie 2020: HEAVY CRAVING
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Lust drauf: HEAVY CRAVING

Die Frauenfilmreihe zeigt ab Donnerstag online sieben wunderbare Filme. Über Heimat, Familie, Black Lives Matter, LGBTIQ*, den neuen Film von Patrizia Rozema …

Statt ins Neue Maxim zieht die beliebte Frauenfilmreihe Bimovie jetzt ins Netz. Bundesweites Online-Streaming ab Donnerstag 5. bis Mittwoch 11.11. Das sind (queer-)politische Filme über Identitätsfindung, Selbstermächtigung, das L(i)eben in der DDR, die Ausbeutung philippinischer Mädchen, ein afro-femistisches Manifest aus Frankreich und Belgien, die australische LGBIT*-Community, und eine Tragikomödie aus Taiwan.

WALCHENSEE FOREVER

Um den Geheimnissen ihrer Familie auf die Spur zu kommen, führt uns Janna Ji Wonders vom Familiencafé Bucherer am bayerischen Walchensee über Mexiko nach San Francisco zum „Summer of Love“, zu indischen Ashrams, in die Kommune um Rainer Langhans – und immer wieder zurück an den magischen, unergründlichen Walchensee.

Was ist Familie? Was ist Heimat? Janna Ji Wonders erzählt die Geschichte der Frauen in ihrer Familie über fünf Generationen, vom Beginn des 20. Jahrhunderts über beide Weltkriege, das rebellische Nachkriegsdeutschland der 60er und 70er bis in die Gegenwart. Bayerischer Filmpreis!

SPEAK UP

Amandine Gays Dokumentarfilm SPEAK UP ist ein afro-feministisches Manifest, in dem Schwarze Frauen* aus Frankreich und Belgien zu Wort kommen. Die berichten von ihren alltäglichen Diskriminierungserfahrungen, von Vorurteilen und der Verschränkung von Rassismus und Sexismus. Entstanden zwei Jahre vor dem Mord an George Floyd, ist der Film ein wichtiger afro-feministischer Beitrag zur Black Live Matters Bewegung, und zeigt, dass Rassismus, Sexismus und Homophobie noch lange nicht überwunden sind.

MOUTHPIECE

Nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter macht sich die junge Autorin Cassandra Haywood gegen den Widerstand ihrer Familie daran, eine Trauerrede zu verfassen. Doch der Versuch stürzt sie in eine immer absurder eskalierende Sinnkrise, die Cassandras Bild von der Verstorbenen ebenso erschüttert wie ihre eigenen Gefühlsgewissheiten und politischen Überzeugungen.

Basierend auf dem preisgekrönten Bühnenstück von Amy Nostbakken und Norah Sadava inszeniert die kanadische Regisseurin Patrizia Rozema („Mansfield Park“, When Night is Falling“, „I Have Heard the Mermaids Singing“) den wechselvollen Konflikt der Heldin mit einer furiosen Gestaltungslust abseits aller Genrekonventionen. MOUTHPIECE vereint mühelos rabiaten Humor, feministische Selbstreflexion, surreale Musicalnummern und bewegende emotionale Einsichten.

UFERFRAUEN

Wie lebte es sich als lesbische Frau in der DDR? UFERFRAUEN begleitet sechs Frauen, die in Groß- und Kleinstädten in Nord und Süd der „sozialistischen“ Republik lebten und jede Menge zu erzählen haben: von ihrem Alltag, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung, Konflikten mit der SED und dem Gesetz, von geheimen Partys und sich formierenden Netzwerken.

Sieben Jahre hat Barbara Wallbraun an ihrem Dokumentarfilm UFERFRAUEN gearbeitet. Publikumspreis beim LSF Hamburg.

THE COMING BACK OUT BALL MOVIE

Künstler Tristam Meecham organisiert einen Festball für ältere Mitglieder der LGBTIQ* Community. Die Gäste gehen früh zu Bett, spielen gerne Pool und brauchen ab und zu einen Fahrservice. Aber: Haben als Avantgarde der Bewegung jede Menge zu erzählen. Über queerpolitische Erfolge und Niederlagen, Diskriminierung, Einsamkeit, späte Wertschätzung und geteilte Lebensfreude australischer LGBTIQ* Senioren.

OVERSEAS

Jedes Jahr gehen mehr als eine Million philippinische Staatsbürger*innen für Arbeitseinsätze ins Ausland. Meistens in den Nahen Osten. Als Hausangestellte oder Kindermädchen auf Zeit. Schicken einen Teil ihres Lohns nach Hause und bilden so einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für ihr Land.

In ihrem Dokumentarfilm OVERSEAS porträtiert Regisseurin Yoon Sung-A eines der vielen Ausbildungszentren für Hausarbeit, wo junge Philippinnerinnen in Rollenspielen auf Heimweh und Missbrauch vorbereitet werden. Ein schonungsloser Blick auf die Misere moderner Sklaverei.

HEAVY CRAVING

Die schöne Ying-Juan ist 30, wiegt an die 105 Kilo, kocht im Kindergarten ihrer Mutter – und lässt sich von Forderungen nach Selbstoptimierung und Body-Normativity nicht weiter stören. Ihre ehrgeizige Mutter bringt sie dann doch zu einer Diät.
Die unerwartete Freundschaft zum Kurierfahrer Wu und zu Xiao-yu, der lieber Mädchenkleider trüge, geben ihr eine Weile Rückhalt. Doch dann fordert die radikale Diät ihren Tribut.

Das Spielfilmdebüt der taiwanesischen Regisseurin Pei-Ju Hshieh ist eine waschechte Dramödie, die female troubles wie Körperform, Esslust und sexuelle Übergriffe in den Fokus rückt.

Bimovie 2020. Online-Streaming ab Donnerstag 5.11. um 18.30 Uhr, Das Einzelticket kostet 4,50 EUR, mit Solibeitrag für das Neue Maxim Kino 5,50 EUR, der Festivalpass für alle sieben Filme 27,00 EUR. Die Tickets oder den Festivalpass gibt es per Kreditkarte oder Paypal, direkt auf www.bimovie.de zu kaufen.

Alle Infos: www.bimovie.de

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