Film-Tipp

Das Ende der Wahrheit - Mission impossible

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Das Ende der Wahrheit

Alles beginnt harmlos. Ein Haus am See. Liebesglück und Idylle pur

Martin Behrens (Ronald Zehrfeld) trifft heimlich seine Freundin Aurice Köhler (Antje Traue). Eine Beziehung, die der Bundesnachrichtendienst-Experte für Zentralasien seinem Arbeitgeber tunlichst verschweigt.

Denn die junge Frau ist Journalistin. Sie kennt seinen wirklichen Namen nicht. Während Behrens durch eine missglückte Aktion zunehmend ins berufliche Abseits gerät, arbeitet Aurice an einer großen Enthüllungsgeschichte über dubiose Waffengeschäfte. Dabei stöbert sie einen Informanten auf. Der Aussteiger will über den BND und dessen undurchsichtige Machenschaften aussagen. Gerne hätte sie ihren Freund beim geplanten Treffen in einem Münchner Café dabei. 

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Doch der weigert sich. Er geht nicht hin. Das Ganze endet blutig. Aurice stirbt bei dem Anschlag auf das Lokal. Der Informant flüchtet schwer verletzt. Ein ominöses Bekennervideo taucht auf. Nach dem ersten Schock sucht Behrens nach den Hintergründen für das brutale Attentat. Denn Aurice hatte mehr Kugeln im Körper als alle anderen. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, um die Verantwortlichen für den Anschlag zu finden.

Was haben die BND-Kollegen Rauhweiler (Axel Prahl) und der junge, aalglatte Opportunist Patrick Lemke (Alexander Fehling) damit zu tun? Kann er seinen Vorgesetzten Vossmeier und Grünhagen trauen? Mehr und mehr beginnt der einst von seinem Job Besessene an der Mission des BND zu zweifeln. Und schon bald muss er sich einer unangenehmen Wahrheit stellen.

Philipp Leinemanns spannender Geheimdienst-Thriller, mit hochkarätiger deutscher Besetzung, reißt ein brisantes Thema an. Eindrucksvoll führt der Regisseur vor, wie das Geflecht von Waffen-Lobbyisten und politischen Machtinteressen korrumpiert. Er verweist auf US-Drohneneinsätze, die von Ramstein aus gesteuert werden, bis hin zu unsauberen Tricks mit Asylbewerbern, denen der BND im Auftrag der CIA Informationen abpresst.

Die streckenweise eiskalt-blaustichigen Bilder seines komplexen Politdramas erinnern an Michael Manns Noir-Thriller „Heat“. Die realistische Inszenierung arbeitet nicht nur mit hektisch geschnittenen Actionszenen à la Hollywood. Sein Protagonist ist kein übermenschlicher Held. Und so ist einer der Höhepunkte die schauspielerische Leistung Ronald Zehrfelds. Der einstige Judokämpfer verleiht seiner Figur eine glaubwürdige Authentizität. Zerfressen von seinem Auftrag, mit zerrüttetem Privatleben, an das er sich wie einen letzten Strohhalm klammert, kann er seine Hände nicht in Unschuld waschen. Ein gebrochener Charakter. „Wir benutzen Leute. Das ist unser Beruf“, erinnert ihn seine Vorgesetzte Aline Schilling.

In einer Zeit, in der seit den Enthüllungen von Edward Snowden immer mehr Skandale rund um die Arbeit der Geheimdienste bekannt wurden, stellt Leinemann die Frage nach dem Selbstverständnis eines demokratischen Staates. Sechzig Jahre nach der Gründung des Bundesnachrichtendienstes ist die Aufklärung über internationale Verstrickungen brandaktuell.

Autor: Luitgard Koch

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