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Die Kinotipps der Woche

Die Kinotipps der Woche - KW 43/2020 - EMA
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EMA

Eine Komödie von Miranda July, ein Musical von Pablo Larraín, ein Biopic über Bruno Manser, den Kämpfer für den Regenwald.

KAJILLIONAIRE (ab 22.10.)

„Kajillionaire“, meint im US-Slang eine Riesensumme. Die Trickbetrüger-Familie in Miranda Julys herrlich absurder Tragikomödie ergaunert eher Minibeträge. Robert (Richard Jenkins), Theresa (Debra Winger) und ihre erwachsene Tochter Old Dolio (Evan Rachel Wood) schlagen sich so durch. Mit bescheuerten Gewinnspiel-Preisen. Lächerlichem Versicherungsbetrug. Kämpfen tagtäglich mit Schrubber und Lappen gegen den Badeschaum, der aus der Fabrik nebenan durch die Wände quillt. Lernen Melanie (Gina Rodriguez) kennen. Die ist ein Fan von Filmen wie „Ocean‘s Eleven“. Hat ein paar Ideen für exzentrische Gaunereien … und sorgt für wahre Lebensfreude in der bisher arg dysfunktionalen Family.

Sehenswert: Hier gibt es viel zu lachen. Eine bewundernswert bizarre Story. Herrlich skurrile Figuren. Ein berührendes Meisterwerk von Miranda July.

Regie: Miranda July. USA 2020. Mit Richard Jenkins, Debra Winger, Evan Rachel Wood, Gina Rodriguez u.a.

EMA (ab 22.10.)

Choreograph Gastón (Gael García Bernal) und Tänzerin Ema (Mariana Di Girolamo) sind ein Paar. Als ihr Adoptivsohn Paolo ihre Schwester schwer verletzt, gibt Ema das Kind weg. Ihr Partner, die Kolleg*innen, das Jugendamt – alle kritisieren ihre Entscheidung. Die selbstbewusste Ema reagiert mit radikaler Rebellion: Mit ihrer Mädchen-Gang setzt sie die Welt in Flammen. Reggaetón, die Musik der Straße, ist ihr Rhythmus. Ema macht, was sie will, liebt, wen sie will, verführt wen sie will, bleibt Herrin ihres Schicksals.

Sehenswert: Eine unvergessliche Heldin. Faszinierende Bilder. Der chilenische Regisseur Pablo Larraín („Neruda“) zieht alle Register. Mal Musical, mal Orgie, mal Melodram.

Regie: Pablo Larraín. Chile 2019. Mit Gael García Bernal, Mariana Di Girolamo u.a.

DIE STIMME DES REGENWALDES (ab 22.10.)

Der junge Schweizer Bruno Manser (Sven Schelker) träumt von einem ursprünglichen Leben. 1984 schließt er sich im Dschungel von Borneo dem nomadischen Stamm der Penan an. Als den Penan die Abholzung ihrer heimatlichen Wälder droht, nimmt Manser den Kampf für ihre Rechte und die Rettung des Urwalds auf. Bruno Manser organisiert Blockaden gegen die Holzfäller, wird von der malaysischen Regierung 1990 zur „Unperson“ erklärt, auf die ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Manser flieht in die Schweiz, protestiert mit spektakulären Aktionen gegen Raubbau, Umweltzerstörung und die Verletzung der Menschenrechte. 2000 kehrt er über die grüne Grenze zu den Penan zurück, und ist seither verschollen.

Sehenswert: Die wahre Geschichte des berühmten Schweizer Umweltaktivisten. Vom Abenteuer zum mutigen Engagement.

Regie: Niklaus Hilber. Schweiz 2020. Mit Sven Schelker, Charlotte Heinimann, Daniel Ludwig und vielen Angehörigen der Penan.

Autor: Hermann Barth

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