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Die Kinostarts vom 15.12.: Avatar 2, Ein Triumph, Wo ist Gott? u.v.m

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Film-Still aus Avatar 2: The Way Of Water
Film-Still aus Avatar 2: The Way Of Water © Walt Disney Company

Weihnachtszeit ist auch Kinozeit. Diese Filme starten am heutigen 15.12. in den Münchner Kinos. Mit Avatar 2, Dem Leben auf der Spur, Ein Triumph u.v.m.

Kehre zurück nach Pandora! Klar, die Menschheit kann’s nicht lassen. Auf der Jagd nach Ressourcen plündert sie fremde Planeten, friedliebende Einheimische sind dabei lediglich Störfaktoren. War schon so 2009 in James Camerons Avatar. Die Fortsetzung Avatar: The Way of Water erzählt laut Verleih „die Geschichte der Sully-Familie und der Gefahr, die auf sie lauert, ihre Versuche, sich gegenseitig zu schützen, die Kämpfe, die sie austragen und die Tragödien, die sie durchmachen müssen.“ Neytiri (Zoe Saldana) und Jake Sully (Sam Worthington) haben eine Familie gegründet. Müssen zu den Metkayina und deren Anführern, der schwangeren Ronal (Kate Winslet) und ihrem Mann Tonowari (Cliff Curtis) fliehen. Wie gehabt: Von schlichtester Einfalt, aber hübsch visualisiert. 

Ein Stück vom Himmel. Schwer begeistert waren die Besprechungen zu Michael Kochs Drii Winter bei der Berlinale. In einem Dorf, hoch oben in den Bergen. Anna ist hier aufgewachsen, hat eine Tochter aus einer früheren Beziehung. Marco kommt von außerhalb. Zusammen erfahren sie das Glück einer neuen Liebe. Marco erkrankt, hat sich nicht mehr unter Kontrolle. Anna aber hält zu ihm, kämpft um ihn. Mit Laiendarsteller*innen. Chor. Alpenländisch. Archaisch. Ein Schweizer Film-Juwel.

Vater und Sohn. Weil Anna es so wollte, machen sich Frank (John Hawkes) und Sean (Logan Lerman) auf, ihre Asche von Alabama nach Irland bringen. Fällt ihnen beiden schwer, eingedenk vieler Wunden in der Vergangenheit. Auf der langen Reise lernt Sean die aufgeweckte Jewel kennen, die sich den beiden kurzerhand anschließt. Dem Leben auf der Spur ist ein bewegender Road-Trip über die Kraft der Versöhnung, vor der beeindruckenden Kulisse Irlands.

Warten auf Godot. Um Samuel Becketts Theaterstück geht’s bei einem Workshop im Gefängnis. Schauspieler Etienne (Komödien-Star Kad Merad) motiviert die Häftlinge. Vor der großen Abschlussshow gilt’s jede Menge innere und äußere Hindernisse zu überwinden. Ein Triumph „is based on a true story“, und hat beim Europäischen Filmpreis als Beste Komödie gewonnen!

Bataclan. Das Jahr danach. Verhandelt Frieden, Liebe und Death Metal, eine berührende Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Ramón González. Während seiner Freundin Céline (Noémie Merlant) die Rückkehr in den Alltag gelingt, ist Ramón völlig aus der Bahn geworfen.

Melancholie. Sophie erinnert sich an ihren Vater Calum, den gemeinsamen, unbeschwerten Urlaub, vor vielleicht 20 Jahren in der Türkei. Sophie hatte viel gefilmt. Den Vater, sich selbst – Augenblicke, die es jetzt zu entschlüsseln gilt. Flüchtige Bilder, Auslassungen. Erst nach und nach offenbart Charlotte Wells in Aftersun die Perspektiven. Ein bemerkenswertes Debüt.

In Yakutien. Zuviel Wodka. Zuviel Dummheit. Sieben Geschichten. Siebzig Darsteller*innen. Zwei Regisseure. Ein Film. Sibirisch für Anfänger erzählt vom wild-wüsten Alltag in einem einsamen Dorf in der Tundra. Mal geht’s um eine verlorene Brieftasche, mal um ein verliehenes Gewehr, den besten Bürgermeisterkandidaten, die Wildentenjagd. Manches geht gerade noch gut aus, manches endet mit Schrecken. Kaurismäki auf post-sowjetisch.

Kurdische Wurzeln. Khalil und Leyla leben und arbeiten schon lange in Deutschland. Er als Lehrer, sie als Journalistin. Als Khalil in einem Video aus Cizre seine totgeglaubte Schwester zu erkennen glaubt, bittet er kurdische Exilanten um Hilfe. Die wollen nachforschen, wenn Leyla die Berichte über den Krieg in den deutschen Medien forciert. Das war auch ein Herzensanliegen Felix Hoffmanns bei Stille Post, seinem Film für die Kreuzberger Freunde aus der kurdischen Diaspora.

Lieben lernen. Wo ist Gott? In ihrem Dokumentarfilm begleitet Sandra Gold vier Brückenbauer:innen aus Judentum, Islam, Buddhismus und Christentum, die ihre existenziellen Erfahrungen mit anderen teilen.

Hermann Barth

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