Kino-Spezial

„Berlin Alexanderplatz“ in voller Länge - Zum 40. Todestag Fassbinders im Monopol

Film-Still aus Fassbinders Berlin Alexanderplatz
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Film-Still aus Fassbinders Berlin Alexanderplatz

Zum 40. Todestag von Rainer Werner Fassbinder zeigt der Fassbindertage e.V. vom 10. - 12.6. dessen Serie „Berlin Alexanderplatz“ in voller Länge im Monopolkino.

Vor 40 Jahren, am 10. Juni 1982 starb der wohl berühmteste Münchner Autorenfilmer Rainer Werner Fassbinder in seiner Wohnung in der Clemensstraße.
Um diesen Jahrestag zu begehen, zeigt der Fassbindertage e.V. vom 10. - 12.6. „Berlin Alexanderplatz“, die epochale Miniserie nach dem Roman von Alfred Döblin, als Marathon in vier Blöcken. Sozusagen als Live-Binge Watching. Fassbinders Hauptwerk en bloc zu sehen ist ein Erlebnis: „die Wucht, der Sog, die Sehnsucht, die Abscheu funktionieren heute wie gestern.“ So die Aussage des Fassbindertage e.V.s.

Die 13 Episoden und einen Epilog von „Berlin Alexanderplatz“ drehte Rainer Werner Fassbinder als Fernsehfilm 1980 im Auftrag des WDR, hauptsächlich bei der Bavaria in Geiselgasteig und on location in Berlin. Es ist seine längste Produktion (200 Drehtage, insgesamt über ein Jahr). Die 15-stündige Mini-Serie wurde im Herbst 1980 in der ARD zu bester Sendezeit ausgestrahlt (meist Montag Abend).

Weiterhin werden viele Gäste aus dem Fassbinder-Kosmos vor Ort sein: Elisabeth Trissenaar, Xaver Schwarzenberger, Harry Baer und Juliane Lorenz sprechen mit jüngeren KollegInnen -bislang zugesagt haben Anna Gesa-Raija Lappe, Benedict Neuenfels und Christian Wagner - über Aspekte ihres Fachs: Produktionsbedingungen, Rollenführung und Bildgestaltung und vieles mehr.

Tickets und weitere Infos zum Jubiläum finden Sie auf der Seite des Monopol-Kinos.

Der komplette Ablauf des Jubiläums:

  • Freitag, 10.6.
  • 18:00: Begrüßung durch Katharina Wolfrum, Kulturreferat der Stadt München
  • 18:15: 1. Die Strafe beginnt
  • 19:45: Xaver Schwarzenberger spricht mit Benedict Neuenfels
  • 20:30: 2. Wie soll man leben, wenn man nicht sterben will
  • 21:45: 3. Ein Hammer auf den Kopf kann die Seele verletzen
  • 23:00: 4. Eine Handvoll Menschen in der Tiefe der Stille
  • Samstag, 11.6., Matinée
  • 11:00: 5. Ein Schnitter mit der Gewalt vom lieben Gott
  • 12:15: 6. Eine Liebe, das kostet immer viel
  • 13:30: 7. Merke: Einen Schwur kann man amputieren
  • 14:45: 8. Die Sonne wärmt die Haut, die sie manchmal verbrennt
  • Soirée
  • 18:00: 9. Von den Ewigkeiten zwischen den Vielen und den Wenigen
  • 19:00: Harry Baer spricht mit Christian Wagner
  • 19:45: 10. Einsamkeit reißt auch in Mauern Risse des Irrsinns
  • 21:00: Elisabeth Trissenaar spricht mit Anna Gesa-Raija Lappe
  • 22:00: 11. Wissen ist Macht und Morgenstund hat Gold im Mund
  • 23:15: 12. Die Schlange in der Seele der Schlange
  • Sonntag, 12. Juni 2022: Matinée
  • 11:00: 13. Das Äußere und das Innere und das Geheimnis der Angst vor dem Geheimnis
  • 12:15: Berlin Alexanderplatz - A Family Reunion: Elisabeth Trissenaar, Juliane Lorenz-Wehling, Xaver Schwarzenberger, Harry Baer
  • 13:15: 14. Mein Traum vom Traum des Franz Biberkopf von Alfred Döblin – Ein Epilog