Gastro-Tipp

Wilde Kräuter, großer Genuss

Angela Schult sammelt Wildkräuter und kocht daraus köstliche Gerichte, die in ihrem Kochbuch Wildgrün Slow & Spicy versammelt sind

Der Mai wäre die beste Jahreszeit, um Wildkräuter zu sammeln, und deshalb begibt sich Angela Schult hier bevorzugt auf „Beutezüge“, unter anderem auch in den Isarauen und auch in Begleitung. Auf ihrer Website bietet die Kräuterliebhaberin „Wildkräuter-Spaziergänge“ und Kochworkshops in ihrer Küche an, die Workshops fallen zurzeit allerdings Corona-bedingt leider aus. Bei ihren geführten „Wildkräuter-Spaziergängen“ dürfen jetzt ab Mai wieder maximal vier Personen teilnehmen, sie dauern circa zwei Stunden, danach gibt es eine Kleinigkeit zum Verkosten.

Angela Schult

Angela Schult ist begeisterte Bergsteigerin und im Laufe der Jahre auf wilde Gemüse und Kräuter gestoßen, die sie gesammelt und bestimmt hat. So kamen neben wilder Minze auch Majoran dazu, Bärlauch, wilde Möhre, Löwenzahn, Spitzwegerich, Pilze, Beeren und zahlreiche Wildpflanzen mehr. Um diese sinnvoll zuzubereiten hat sie angefangen, ihre Lieblingsrezepte mit diesen „wilden“ Naturgaben zu ergänzen und einige Zutaten zu ersetzen.

Simpel, saisonal und regional sind die rund 80 Rezepte, die sie in ihrem Kochbuch Wildgrün Slow & Spicy (Berg Edition Reimer) auf 200 Seiten versammelt hat. Im Mittelpunkt stehen Wildkräuter, Marktgemüse und exotische Gewürze, seit 2017 ist Angela Schult auch als Food-Bloggerin („Wilde Schote“) und Rezept-Entwicklerin für „Gewürze der Welt“ (Ladengeschäft in der Sendlinger Str. 1, www.gewuerze-der-welt.net) aktiv, außerdem hat sie für raffinierte Kompositionen wie „Marokkanische Couscous-Bowl mit honigglasierten Walnüssen“ bereits Preise gewonnen.

Rezepte wie Linsen-Curry-Suppe werden mit Brunnenkresse ergänzt, Pasta mit Brunnenkresse-Creme und Schabzigerklee zubereitet. Giersch ist in ihrem Buch kein Unkraut, das die Gartenbesitzer gerne ausrupfen und wegwerfen, bei ihr wird er mit Kurkuma zum Risotto gegeben, mit Blüten zu einem Pfannkuchen oder gleich zu einem Giersch-Curry „Madras“ verarbeitet. Rotklee, Taubnessel, Beinwell, Wiesen-Bärenklau, Frauenmantel, Wegwarte – wie gesagt, hier gibt es neben wilder Minze, Löwenzahn und Sauerampfer noch so einiges zu entdecken, was am Wegesrand auf Wiese, Feld und Aue so alles wächst – und schmeckt.

Bei den Kochworkshops, die hoffentlich bald wieder stattfinden werden, bereiten die Teilnehmer nach dem Wildkräuterspaziergang in kleiner Runde gemeinsam Gerichte zu, bei denen spannenden Gewürzen aus der ganzen Welt eine Rolle spielen, und die anschließend bei Kräuterwasser und einem Gläschen Wein auf den Tisch kommen.

Buchung und Anfragen: kontakt@wildeschote.com oder Tel.: 0173-2935381

Wildkräuterspaziergänge (20 Euro p.P, mit Kochworkshop – zurzeit nicht möglich- 55 Euro p.P.). Die nächsten Termine: 16., 30. Mai/20., 27. Juni/4., 11. Juli jeweils 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.

Ort/Treffpunkt: München Solln, nach Anmeldung

Angela Schult bietet auch „Kochworkshops bei Euch zu Hause“ und Firmen-Events auf Anfrage an, alle Infos unter www.wildeschote.com

Autor: Rainer Germann

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