Nachbericht

So war Weinmahleins im Sophia’s

Unsere Dinner-Reihe Weinmahleins, präsentiert von Mastercard Priceless Munich, ging im Restaurant Sophia’s glanzvoll in die nächste Runde.

Natürlich ist allein das Entree durch die Lobby des The Charles Hotels in der Sophienstraße eine Schau, das Fünf-Sterne-Haus besticht durch eine klassisch-elegante Optik mit modernen Elementen, die mit vergleichbaren Top-Hotels dieser Welt locker mithalten kann.

Und das setzt sich in der Bar und im Restaurant Sophia’s fort: die innenarchitektonisch von der Engländerin Olga Polizzi gestalteten hohen Räumlichkeiten, werden von einer eindrucksvollen Fensterfront auf die wunderbare Sommerterrasse und den dahinter liegenden Alten Botanischen Garten und einer überdimensionalen Illustration ergänzt: „We build to many walls, but not enough bridges“ steht da, ein Satz der dem britischen Naturforscher Issak Newton zugeschrieben wird. Und so auch auf den Gastgeber und Küchendirektor Michael Hüsken zutreffen könnte, der sich als kulinarischer Weltenbummler und Brückenbauer in großen Häusern wie Lafer’s Stromburg, Käfer’s, Acquarello oder Geisels Werneckhof bereits einen Namen gemacht hat.

Die gegen 19 Uhr eintreffenden Gäste werden von flinken und professionellen Servicekräften an die wunderbar eingedeckten Tische begleitet und prompt mit einem sommerlichen Hibiskus-Wodka-Rosmarin-Cocktail und einem „Vesperbrettl“ versorgt. Auch wenn der rustikale Gruß aus der Küche optisch erst mal so gar nicht zum eleganten Ambiente des Abends passen wollte, entpuppten sich wunderbare Lachs- und Currycremes, hausgebackenes Brot, Kräutersalz und Serrano-Schinken als köstliche Schmankerl, die eine vom Küchenchef ausgelobte Überbrückung zum ersten Gang bestens meisterten. Es folgte die traditionelle Begrüßung durch In-München-Geschäftsführer Stefan Kukuk, Michael Hüsken, Restaurantleiter Jonas Hanft und Kellermeister Martin Reinhard vom Weingut Meintzinger, das diesmal für die begleitende Weinauswahl sorgte.

So war unser Menü-Abend im Restaurant Sophia’s

Diese startete mit einem frischen und spritzigen Silvaner „Silva“ 2017 aus der Magnum-Flasche, ein guter Begleiter zum ersten Gang: Lachsforelle als Filet und Tartar vom Gutshof Polting mit einer Gurken- und Sahnecreme, Pumpernickel-Brösel und Koriander. Wunderschön präsentiert und verhalten gewürzt, entfachten hier die einzelnen Produkte ihren vollen Geschmack und förderten den Appetit auf den ersten Höhepunkt des Abends: ein wunderbar abgeschmecktes Spargelschaumsüppchen mit raffinierten, perfekt gegarten Scampi-Maultaschen wurde mit etwas Sauerampfer verfeinert und bekam so den besonderen Pfiff.

Dazu gesellte sich eine formidable Silvaner Spätlese trocken 2016 von der berühmten Lage Würzburger Stein, die, wie Kellermeister Reinhard zuvor erklärte, zu den besten Deutschlands gehört. Und das schmeckt man: die Kombination des Spargelsüppchens mit den reifen Fruchtnoten des Weines war ganz großes Gaumenkino.

Zum ebenfalls sehr gelungenen Hauptgang, Zweierlei vom Kalb (panierte Praline und superzartes Filet), Erbsenpüree mit Mairübchen und Minze - dafür könnte man Hüsken auch gerne wieder den Michelin-Stern überreichen, den er sich früher schon mal für das Restaurant Luce d’Oro im Schloss Elmau erkochte – präsentierte das Weingut Meintzinger einen Spätburgunder 2013, dessen Trauben erst Anfang November geerntet wurden, wie Kellermeister Reinhard erklärte. Weshalb die sonst eher frisch-fruchtige Burgundernote hier durch einen warmen, fast molligen Ton von sehr reifen Beeren ersetzt oder auch gekrönt wurde. Ein Wein, mit dem auch Freunde von Cabernet und Co. etwas anfangen können, zufriedene Gesichter aller Orts (die Weine gibt es in München übrigens bei Garibaldi zu erwerben). Zu einem Riesling Spätlese Kapellenberg Süd 2016, der trotz hoher Fruchtsüße noch einen trockenen, frischen Eindruck im Abgang bereit hielt, beendete auf fast schon sommerliche Weise eine Erdbeer-Dessert-Kombination mit Kombucha-Eis dieses neue Highlight der Dinner-Reihe, das weder vom Ambiente noch von den kulinarischen Genüssen Wünsche offen ließ.

Autor: Rainer Germann

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