Nachbericht

So war Weinmahleins im Hochreiter’s Steirer am Markt

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Das erste Weinmahleins des noch jungen Jahres war ein Fest für Weinfreunde: Top-Winzer Walter Polz aus der Südsteiermarkt stellte seine außergewöhnlichen Tropfen zu passender alpiner Küche in Hochreiter’s Steirer am Markt vor.

Der Mann lebt Wein und das spürte man sofort, als er sich mit seinem charmanten südsteiermärkischen Dialekt vorstellte – obwohl die zahlreichen Gäste bisher nur seinen Rosé Brut im Glas hatten. Die Trauben Pinot Noir und Zweigelt wurden hier in Champagner-Methode gekeltert, erklärte Walter Polz vom Weingut Polz, das Ergebnis ist ein wunderbarer Winzer-Schaumwein, der bestens zu dem „Gruß aus der Küche“ aus Kürbis- und Roter Beete-Creme auf Brottalern und einem saftigen Beinschinken passte.

Zu einer fein abgeschmeckten Kürbiscremesuppe mit Kürbiskernrahm-Nockerl (dekoriert mit einer essbaren Blüte), gesellte sich nach einer fundierten und humorvollen Einführung des Star-Winzers ein Grauburgunder, der mit verhaltenen Barrique-Noten und fruchtiger Strenge einen tollen Kontrast zur sämigen Konsistenz der Suppe bildete – so durfte es weitergehen. 
Die vom sehr gut eingespielten Küchen- und Serviceteam unter der Leitung von Gastgeber Werner Hochreiter, der u.a. auch das kleine Wiesnzelt „Zur Bratwurst“ betreibt, seinem Betriebsleiter Marin Ruzevic und Küchenschef Boris Bozic servierte Edelfischterrine auf Beluga-Linsen, wurde von einem (für Österreich) sehr mineralischen Sauvignon Blanc 2018 begleitet, der, fast noch ein bisschen jung, trotzdem gut mit dem Gang harmonierte.

Doch es ging noch besser: der „Dorf“-Lagen („Village“) Sauvignon Blanc Spielfeld 2017 war ein Vertreter seiner Traube, der wenig Wünsche offen ließ, ein Wein, der mit starkem Charakter alle Klischees von überproportionierten (zu fett, zu fruchtig) österreichischen und auch slowenisch-friaulischen Sauvignon Blancs über Bord warf. Das dazu gereichte Backhendl mit einen gelungenen Kartoffel-Gurke-Radieschen-Salat schmeckte gut, war aber in der innovativen „Ohne Knochen“- Variante vielleicht einen Tick zu trocken, was mit diesem Wein im Glas aber gar kein Problem darstellte.

Danach wurde es aber richtig Ernst: Zur rosa gebratenen Entenbrust, die gerne noch etwas mehr rosa hätte sein dürfen, mit Herzogin-Kartoffeln und Romanesco, hatte sich Walter Polz einen Doppelflight ausgedacht: es gab einen im kleinen bis mittelgroßen Barrique ausgebauten Chardonnay 2017 sowie einen roten Urbani 2006, ein Cuvée aus Zweigelt, Blaufränkischen und Cabernet Sauvignon. Der Chardonnay hatte burgundisches „Côte de Beaune“-Niveau auf Premier Cru-Basis und gehört mit zu den besten Tropfen, die der Autor bisher aus Österreich von dieser auch Morillon genannten Traube (wie Walter Polz amüsant-historisch erklärte) getrunken hat. Das freute den Winzer, Vergleiche mit Burgund hört man gerne. Der Urbani war ein schöner Versuch die eher „rustikalen“ Trauben Zweigelt und Blaufränkischen auf hohem Niveau zu vinifizieren, was dem Weingut Polz auch bestens gelungen ist.

Mit der Nachspeise spielte nicht nur die Küche ein abschließendes Highlight aus: zu wirklich sehr leckeren Macarons mit Preiselbeer- und Apfelstrudel-Füllung und Krokant, ließ der Winzer eine 2017er Beerenauslese vom Ried Hochgrassnitzberg ausschenken. Riesling-, Chardonnay- und Welschriesling-Trauben wurden hier zu einem, wie Walter Polz versicherte, „trinkfreudigen“ Dessertwein verarbeitet, der einen wunderbaren und unterhaltsamen Abend mit zufriedenen Gesichtern würdig abschloss.

Autor: Rainer Germann

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