Nachbericht

So war Weinmahleins in der Brasserie Colette

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So war Weinmahleins in der Brasserie Colette

Zu einer kulinarisch-vinophilen Reise nach Frankreich und an den Bodensee lud unsere Dinner-Reihe Weinmahleins, präsentiert von Mastercard Priceless Munich, in die Brasserie Colette Tim Raue im Glockenbachviertel.

Der erste Eindruck: so ein schönes Lokal. Dezent illuminiert besticht die Brasserie Colette, für die der Berliner Sternekoch Tim Raue als kulinarischer Berater fungiert, durch ein geschmackvolles Industrial Design, bei dem unter anderem mit dicken Teppichen, alten Eisenbahn-Sitzbänken, offenen Glühbirnen und Bleirahmenfester Akzente gesetzt wurden. Die mit je drei Wein- und einem Wasserglas schön eingedeckten Holztische verrieten es bereits: heute geht es bei Weinmahleins wieder nicht nur um Spaß auf dem Teller, sondern auch im Glas.

Nach der traditionellen Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste durch unseren Geschäftsführer Stefan Kukuk, übergab dieser gleich an den kulinarischen Direktor Steve Karlsch, der ein paar Worte zum Restaurant, dem Konzept und dem Menü des Abends erklärte, im weiteren Verlauf des Abends kommentierte der sympathische Gastgeber dann auch jeden einzelnen Gang.

Danach übernahm mit großer Leidenschaft der Winzer des Abends Manfred Aufricht vom gleichnamigen Weingut bei Meersburg am Bodensee. Humorvoll und mit viel Fachwissen berichtete er von seinem Weingut, der Familientradition und vor allem der einzigartigen Lage seiner Weinberge, dort „wäre die Welt noch in Ordnung“, da am Nordufer des großen Drei-Länder-Sees weder Schienen- noch Straßenverkehr das natürliche Wachstum seiner Reben beeinflussen würde.

Sein nach Champagner-Methode gekelterter Pinot Brut Rosé war ein sehr gelungener trockener Schaumwein von der Pinot Noir-Traube, der wir später mit einem Highlight in Bezug auf Wein in dieser Veranstaltungsreihe noch einmal begegnet sind. Und schon wurde vom sympathischen und professionellen Service der erste Gang aufgetragen: „Entenleber, Apfel und Kastanie“ entpuppte sich als ein schön angerichteter Teller, auf dem ein mit gepuffter Quinoa und Getreide bestreutes „Ziegelchen“ (ungestopfter!) Entenleber von hervorragender Qualität, kleine Bällchen vom Apfel als Frucht und Eis mit Thymian sowie Kastaniencreme arrangiert waren. Der Gaumen bestätigte das Auge: großer Genuss jeder Komponente für sich, der Apfel verlieh dem Ganzen eine tolle Frische. Auch der bestens dazu passende Wein war etwas Besonderes, nämlich ein seltenes Cuveé von Riesling und Grauburgunder 2016.

So durfte es gerne weitergehen und das tat es auch: perfekt auf den Punkt gegarte Tranchen Schollenfilet wurden, bedeckt mit etwas Kartoffelpüree, in tiefen Tellern in einer Sauerampfer-Spinat-Essence serviert, die mit Babyspinatblättern, gerösteten Knoblauch-Chips und gehackten Macadamia-Nüssen aufgepeppt waren – ein raffiniertes Zwischengericht, das auf ganzer Linie überzeugte. Dazu gab es einen 2017er Grauburgunder „3 Lilien“, eine besondere Selektion aus dem Hause Aufricht, der alle Ansprüche an einen großen Weißwein erfüllte und natürlich so rein gar nichts mit dem gängigen Pinot Grigio vom Italiener an der Ecke zu tun hatte.

Beim Hauptgang, einer üppigen Portion „Huhn im Blätterteig, Topinambur & Traube“ schieden sich etwas die Geister, ob der Teig das Hähnchenfleisch vielleicht etwas zu mächtig und trocken ummantelte. Die Soße war pikant abgeschmeckt, Topinambur und Trauben verliehen eine fast schon exotische Note. Keine Diskussion gab es über die Weinbegleitung: der 2014er Spätburgunder „2 Lilien“ von der Lage Trielberg war ein großartiger Pinot Noir deutscher Herkunft, durchaus vergleichbar mit eher maskulinen Premier Crus von der Côte de Nuits, zum Beispiel aus Nuits-Saint-Georges (kostet ab Weingut 24 Euro, gut angelegtes Geld).

Und auch der „Dessert“-Wein mundete ganz hervorragend. Zur wirklich sehr gelungenen Apfeltarte mit Vanilleeis und salzigem Karamell wurde ein Gelber Muskateller feinherb gereicht, schönes Spiel zwischen Frucht und Süße, Salz und Frische, welches einen wunderbaren Abend stilvoll beendete.

Autor: Rainer Germann

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