Nachbericht

So war Weinmahleins im Bio-Restaurant resihuber

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So war Weinmahleins im Bio-Restaurant resihuber

Speisen aus regionalen Produkten und Weine aus dem Süden Frankreichs standen bei Weinmahleins, präsentiert von Mastercard Priceless Munich, im Bio-Restaurant resihuber im Mittelpunkt.

Klare Strukturen, viel helles Holz, Stofftapete und Designerlampen – das Restaurant könnte so auch in Kopenhagen oder Helsinki angesiedelt sein und hat auch optisch so rein gar nichts von einem „Bio-Laden-Lokal“.

Benannt ist es, genau wie der vor der Türe liegende, neu gestaltete Platz, nach der mutigen Gärtnerin Resi Huber, die sich im Dritten Reich unter Lebensgefahr in einem Betrieb des Konzentrationslagers Dachau für Häftlinge und Zwangsarbeiter eingesetzt hat und später als Friedensaktivistin tätig war.

Nach einem „Fabi Secco weiß“, ein Perlwein vom Weingut Roth aus Franken, der als Aperitif zu kleinen Broten mit Aufstrichen und Roastbeef gereicht wurde, ergriff die Veranstaltungsleiterin Aicha Aridi das Wort und begrüßte die Gäste im ausreservierten Restaurant.

Nach ein paar Erläuterungen zum Konzept und der dahinterstehenden Biomarkt-Kette VollCorner, welche mittlerweile 18 Filialen in München unterhält und dieses Jahr mit dem resihuber nun ein eigenes, ambitioniertes kulinarisches Aushängeschild eröffnete, übergab sie an die französische Winzerin Anne Sutra de Germa vom Weingut Monplezy, die auf Englisch etwas zur Geschichte des seit 1734 bestehenden Weinguts und dem mittlerweile rein biologischen Anbau der Trauben erzählte. Unterstützt wurde sie dabei von Nazrul Sandmann, Sommelier und Leiter des VollCorner Weinshops „Vino“ in Haidhausen, der, wie auch die Winzerin, den ganzen Abend über von Tisch zu Tisch ging und die Gäste persönlich mit den begleitenden Weinen versorgte und Fragen dazu beantwortete.

Los ging es mit einem recht ungewöhnlichen, besonders säurearmen „Emoción rosé 2017“, ein Syrah-, Grenache- und Cinsault-Cuvée, der zu einem Kürbis-Carpaccio mit Feldsalat und Granatapfelkernen und Vinaigrette gereicht wurde. Optisch sehr ansprechend interpretierte Rohkost, am Tisch wurde diskutiert, ob nicht ein Wein mit etwas mehr Säure dem eher neutralen Kürbis besser gestanden hätte. Beim nächsten Wein wurde diese weniger vermisst: der aus der Muskat- und Chardonnay-Traube gekelterte weiße „La Huppe“ war spritzig mit wenig Frucht, zur sehr gut abgeschmeckten, herbstlichen Schwarzwurzel-Cremesuppe mit krossem Kräuterchip ein fast schon sommerlicher Kontrast.

Das folgende Türmchen aus gebratener Perlhuhnbrust auf knackigen gemischten Pilzen und Panisse, einem Kichererbsenküchlein, war qualitativ und geschmacklich auf hohem Niveau, hätte als einzigen Kritikpunkt vielleicht etwas mehr Soße verdient gehabt. Der dazu gereichte weiße „Felicité Blanche“, ein Cuvée aus Marsanne, Roussanne und Viognier, konnte auf ganzer Linie überzeugen. Das galt auch für den zum Hauptgang gereichten roten „Emoción 2016“ – der zu 90 Prozent aus der Syrah-Traube (plus zehn Prozent Carignan) gewonnenen kräftige Rote war mit seinen satten dunklen Beeren- und Mokka-Tönen ein sehr passender Begleiter zum rosa gebratenen Lammrücken mit Kräuterkruste, Rotweinschalotten und Kartoffelgratin.

Ein roter Dessertwein „Délice“ aus der spät geernteten Grenache noir-Traube zu einer gelungenen Schokoladentarte mit Orangen-Gewürzragout (Zimt, Nelke, Lorbeer) beschloss den Abend dann mit vorweihnachtlichen Geschmacksnuancen, während draußen die ersten Schneeflöckchen auf den Resi-Huber-Platz rieselten.

Autor: Rainer Germann

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