Nachbericht

So war Weinmahleins im Hoiz

Unsere neue Dinner-Reihe Weinmahleins, präsentiert von Mastercard Priceless Munich, ging im Hoiz spannend in die dritte Runde

Hier geht es etwas lockerer zu: aus den Lautsprechern tönt lässiger Rock’n’Roll der Fünfziger- und Sechziger-Jahre, dazu wurde als Aperitif Cremant von der Loire und Riesling Sekt gereicht. Rustikale Holztische, Kronleuchter, Hirschgeweihe, ein begehbarer Weinkühlschrank und die lange Bar sind die Blickfänge in diesem Neo-Bistro, das es schafft, Moderne mit Tradition zu verbinden.

Das gefällt auch den gegen 19 Uhr eintreffenden Gästen, die Stimmung ist bereits vor der Begrüßung durch in münchen-Geschäftsführer Stefan Kukuk, den Hoiz-Gastgebern Bastian Hartwig und Christoph Friedrich sowie den Winzern Rainer Müller und Manfred Rothe locker und familiär. Und so soll es auch sein: beste Weine zu einem tollen Menü verkosten und nebenbei ein bisschen was zur Weinproduktion erfahren. Diesmal ist ein sogenannter „Doppelflight“ angesagt, das heißt, zu jedem Gang werden zwei unterschiedliche Weine serviert.

So war das Menü in der Neo-Brasserie Hoiz 

Die beiden fränkischen Winzer sind stolz auf ihre Weine, erzählen leidenschaftlich von guten und schwierigen Jahrgängen, dann kommt zu einem sehr interessanten Müller-Thurgau 2016 von Rothe und einem fruchtigen „Kleinschmecker“-Cuvée von Müller (wurde extra für das Partnerlokal „Kleinschmecker“ vom Hoiz kreiert) der erste Gang, eine Art „Smørrebrød“ mit eingelegten Jahrgangs-Sardinen, Sauerteigbrot, Zitrus-Creme-Fraiche und Fenchel. Lebhafte Gespräche über Fruchtnoten und Säurespiel leiten nach einer erneuten Ansage der Winzer zu einem sehr gelungenen 2015er Spätburgunder von Müller und einem interessanten Schwarzriesling/Zweigelt-Cuvée von Rothe zum nächsten Gang über: „Red Roasted Pork“ mit einem Physalis-Tomatillo-Chutney, Koriander und Terijaki-Soße.

Tolle Kombination von asiatisch angehauchter Küche und deutschem Wein, muss man sich merken. Für eine Überraschung sorgte der nächste Wein zum Hauptgang, einem Flank-Steak mit konfierten Grenaille-Kartoffeln, Romana-Salat und Hollandaise – Manfred Rothe erzählt sehr emotional von der Produktion seines „Orange-Weins“, ein in einer 1200 Liter fassenden Amphore völlig naturbelassen gekelterter Kveri Weiss. Der ähnlich wie Most ausschauende Naturwein wurde in Karaffen dekantiert ausgeschenkt und entwickelte interessante Töne, die man so nicht erwartet hätte, diverse exotische Früchte und Gewürze kamen zum Vorschein und sorgten für das eine oder andere Aha-Erlebnis – natürlich sind diese „Wein-Abenteuer“ nicht jedermanns Sache.

Da hatte es Rainer Müller mit seinem blitzsauberen Eigenart Silvaner aus dem Traumjahr 2015 leichter, beim abschließenden Flight waren aber beide wieder auf Augenhöhe: zum getrüffelten Brie de Normandie konnten sowohl Müllers Traminer wie auch Rothes Weißburgunder auf ganzer Linie überzeugen und sorgten für einen sehr gelungenen Ausklang eines wunderbaren Abends mit Überraschungen in familiärer, lässiger Atmosphäre.

Autor: Rainer German

Das nächste Weinmahleins findet am 20. April im Sophia’s statt. Hier geh’s zum Artikel

 

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