Tour de Eis

Die besten Eisdielen Münchens – Das sind unsere 10 Favoriten

Eisdielen München
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Der Herbst steht schon in den Startlöchern, aber noch ist Zeit für ein schönes Eis. Wir haben 24 Eisdielen in unserer Tour de Eis-Serie getestet, hier sind unsere 10 Favoriten in alphabetischer Reihenfolge.

Artefredda

Hier finden Sie weitere Teile unserer Tour de Eis: Teil 1: Giesing, Glockenbach- und Gärtnerplatzviertel, Teil 2: Westend, Goetheplatz, Hauptbahnhofviertel bis Neuhausen, Teil 3: Maxvorstadt/Schwabing, Teil 4: Lehel/Bogenhausen, Haidhausen

Im Jahr 2011 öffnete Enzo Dalfovo die Eisdiele Artefredda in der Tegernseer Landstraße in Obergiesing. Von Anfang an dabei ist Max Solberg, der den Betrieb in diesem Jahr von seinem Mentor übernommen hat und fortführt. Bei ihm steht Bio-Eis im Mittelpunkt, ohne Zusatzstoffe, Aromen, viele Sorten sind ohne Zucker und auch vegan. Ein saisonales Angebot ist ihm auch wichtig, so gibt es neben den klassischen Sorten zur Zeit auch Himbeer-Rhabarber- oder Zitrone-Holunder-Eis. Wassermelonen-Eis wird ab Mitte Juni angeboten, eben wenn Saison ist. Auf Farbstoffe verzichtet Solberg, der sein Eis selber macht, vollständig. Weil es aber ein blaues Eis für Kinder geben soll, färbt er ein schön sämiges Vanille-Eis mit Spirulina auf Blaualgen-Basis. Großer Genuss, vor allem wegen der saisonalen Kreationen.

Unser Tipp: Quark und Rote Grütze (Classico 1,40/Spezial 1,60/Bio 1,80 Euro

Artefredda, Tegernsser Landstr. 38, Mo-Sa: 11 bis 20/So: 12 bis 22 Uhr

Ballabeni Icecream Werkstatt

Ja, angeblich gibt es hier das beste Eis. Das ist natürlich Geschmacksache, aber eins steht fest: so frisch, direkt aus der Eismaschine, bekommt man das Eis wohl nirgends. Warum das so ist, erklärt Noah Kuhn, der für die Familie Ballabeni die Eis-Werkstatt leitet. Der Behälter, aus dem das Eis für den Kunden geschöpft wird, IST die Eismaschine. Blitzsauber eingerichtet wie ein Labor, hinterlässt die Lokalität einen fast futuristischen Eindruck; ständig wird auch an neuen Sorten geforscht, zum Beispiel zurzeit an Mango mit roten Früchten, oder Joghurt-Zitronenmarmelade-Macarons. Normalerweise kann man hier auch „Eiskurse“ belegen, zurzeit ist das leider nicht möglich.

Unser Tipp: Schokolade, Pistazie (kleiner Becher für 2 Sorten, 2,70 Euro)

Ballabeni Werkstatt, Seidlstr. 28, Mo-Fr: 11.30 bis 20 / Sa & So: 12 bis 21 Uhr

Bayerische Eismanufaktur

Martin Schumann hatte mal zwei Videoverleihshops – das war plötzlich gar kein so gutes Geschäftsmodel mehr in Zeiten von Streaming und Co. 2015 baute er zusammen mit seinem Freund und Geschäftspartner Alexander Bartl einen Zeitschriftenladen zu einem Eiscafé um, belegte ein paar Kurse im Eismachen und seither ist seine Bayerische Eismanufaktur in aller Munde, nicht nur im Lehel. Kein Wunder, es gibt hier, nomen est omen, „bayerische“ Eiskreationen wie „Zwetschgendatschi“ und „Apfelstrudel“, auch die restlichen rund 30 Sorten können sich schmecken lassen. Der Renner sei in diesem Jahr das „Salz-Karamell“, meint Verkäufer Daniele und natürlich, wie fast überall, Pistazie.

Unser Tipp: Griechischer Joghurt mit Honig (Kugel 1,60 Euro)

Bayerische Eismanufaktur, Oettingenstraße 42A, Tägl. 11.30 bis 22 Uhr

Domori

Er hat vor 14 Jahren schon für Alfons Schuhbeck am Platzl Eis zubereitet, als dieser einen Spezialisten suchte – der Konditor, Pralinen- und Eismacher Mori Domori ist ein wahrer Könner. Sein Name stehe für Qualität – mit billigem Eis und große Portionen kann der geborene Perser, der in Meran das Eishandwerk erlernte, wenig anfangen. In seinem kleinen Laden verkauft er neben Pralinen und Kuchen auch sein hausgemachtes „Natur-Eis“, allein 70 Sorten Sorbet hat er neben Klassikern und ausgefallenen Eis-Kreationen mit Safran im Angebot. Berühmt wurde er für sein Joghurt-Gurke-Dill-Eis - „Tzaziki ohne Knoblauch“ wurde das in der Presse schon genannt und wenn auch schwer vorstellbar - so schmeckt es auch. Köstlich.

Unser Tipp: Feigen-Rosenblätter-Sorbet (1 Kugel von 1,50 bis 2,50 Euro)

Domori Eiscafé, Kapuzinerstr. 43, Di-So: 12 bis 21 Uhr

Eiscafé Adamello

Seit 41 Jahren betreibt Maximilian Hoppe nun schon sein Eiscafé in der Preysingstraße. Das „erste Straßencafé“ in Haidhausen wäre es wohl gewesen, erklärt der rüstige Südtiroler stolz. In München gäbe es das günstigste Eis in ganz Europa, behauptet er, aber er hat Glück: allein von seiner treuen Stammkundschaft kann er leben. Das Eis ist hausgemacht, gelernt hat er es in seiner Heimat Vezza D’Oglio, gegenüber steht der Berg Adamello, nach dem sein Eiscafé benannt ist. Sein „Champagner-Zitroneneis“ wurde bereits 27 Jahre vor der Neuauflage des „Verrückten Eismachers“ prämiert, erklärt Hoppe, die Kugel kostet aber nicht 20 sondern nur 3 Euro – wenn er es denn gerade da hat. Zur Zeit ist sein rotes Holundereis der Renner, der Bergholunder stammt, wie auch alle verwendeten Liköre, ebenfalls aus Südtirol. Ein Klassiker!

Unser Tipp: Tutti Frutti (Kugel 1,50, für Kinder 1,30 Euro)

Eiscafé Adamello, Preysingstraße 29, Tägl.: 11 bis 23 Uhr

Gecobli Gourmet Gelateria

„Gourmet Eis“ wird in der Schellingstraße verkauft, „kein Bio, aber mit Geschmack“, verspricht Inhaber und Geschäftsführer Nicolas Gerstmeyr und verweist auf die hohe Qualität der natürlichen Zutaten. Im Programm sind etwa 50 Sorten, 18 davon werden jeden Tag in der Vitrine platziert. Die eigene Herstellung wurde aus Platzgründen ausgelagert, hier gibt es auch dunkle Waffeln aus Kokoskohle und allerlei Toppings, um das Eis noch etwas aufzupimpen. Wäre aber gar nicht nötig, denn Sorten wie „Schoko Intenso“, „Banane-Walnuss-Ahorn“, Salzkaramell oder „Iranische Pistazie“ können auch ohne punkten.

Unser Tipp: Mango-Maracuja (Kugel 1,70 Euro)

Gecobli, Schellingstr. 15, tägl.: 12 bis 22 Uhr

Gelato Naturale

Wie der Name schon sagt, verwendet Alois Weiler keine künstlichen Farb- und Zusatzstoffe für sein Eis, das er in seinem kleinen Laden Nähe Goetheplatz herstellt und verkauft. Der Osttiroler ist gelernter Koch und hat das Eismachen bereits in seiner Ausbildung gelernt. Ein besonderes Augenmerk legt Weiler auf seine „echte Milchmasse“, die in einer eigens dafür angeschafften Pasteurisier-Anlage hergestellt wird. Wie andere das ohne so ein Gerät machen, wundert er sich. Neben den Rennern Mango- und Pistazieneis gibt es auch bei ihm besondere Sorten, die oft täglich oder saisonal wechseln. Zum Beispiel Joghurt-Hollunder, „Bienensticheis“, „Café Latte“, „Buttermilch-Granatapfel“ oder „Brownie“.

Unser Tipp: Butterkeks (Kugel 1,30 Euro)

Gelato Naturale, Adelzreiterstr. 1, Mo-Fr: 12 bis 20 / So: 12 bis 18 Uhr

Ice Date

Ja, die Leute würden schon gezielt wegen dem veganen Eis kommen, meint Gunther Nann, der seit 2014 den kleinen Laden an der Amalien-Passage betreibt. Gesüßt wird bei ihm das Eis ausschließlich mit Datteln (engl. „Date“), die werden gemahlen und dann den hundertprozentigen Naturprodukten beigemengt. Einen kleinen Ableger hat er nun auch in der Klenzestr. 51 im Glockenbachviertel eröffnet, auch hier kommen Sorten wie Mango-Sorbet, „Banana-Crunchy“ oder „Almond-Vanille“ richtig gut an. Ein Visionär und Überzeugungstäter ist der Veganer, der sich das (vegane) Eismachen erst mal selbst beigebracht hat und dann zum Beruf machte. Seine Leidenschaft hört man ihm an - und kann sie schmecken.

Unser Tipp: „Salty Peanut“, Erdnuss, Datteln, Cashew-Creme (kleiner Becher 2,20 Euro)

Ice Date, Amalienstr. 91, tägl.: 11 bis 23 Uhr

Monte Gelati

Der Montgelasberg heißt jetzt auch Monte Gelati, zumindest für Freunde von bestem Eis und hauchdünner Pizza. Eismacher Carlos Kado betreibt seit über zehn Jahren einen äußerst beliebten Cateringsservice (www.4C-Catering.de), seit einem Jahr ist ein Eiscafé dazugekommen. Der gelernte Konditor hatte Vorkenntnisse, bildete sich weiter in Sachen Eis und ist ein absoluter Selfmade-Mann: im Monte Gelati ist alles selbstgemacht, das Eis sowieso, nur mit besten und teuren Zutaten versteht sich, aber auch die Waffeltüten werden hier frisch gebacken und gerollt. Auf dem Programm stehen täglich 16 Sorten, über 100 hat Carlos aber schon kreiert. Der Renner ist „Schoko-Royal“, eine Wahnsinns-Schoko-Bombe ohne Kakaobutter, und ganz neu „Power-Acai“. Eine Entdeckung!

Unser Tipp: Joghurt-Maracuja (Kugel 1,30/1,90/2,40, je nach Zutaten)

Monte Gelati, Montgelasstraße 17, Tägl. 11 bis 22 Uhr

Trampolin

tefano Santini nimmt nur Zutaten, die 100 Prozent natürlich sind. Farb- und Zusatzstoffe kommen bei ihm nicht in die Tüte, echte Schokolade, Gewürze, Kräuter – eine Qualität, die man schmecken kann. Zitronensaft, Minze, kandierter Ingwer – fertig ist ein wunderbares Eis, genau wie sein berühmter „Frankfurter Kranz“, ein Joghurteis mit Erdbeersoße oder „Zitrone-Basilikum“. Leider gibt es sein Eis nur noch bis Oktober – die Miete in Schwabing wurde zu teuer und Stefano Santini zieht mit seinem Natureis um – nach Wiesbaden. Da wird es zurecht traurige Gesichter geben zwischen Kurfürsten- und Elisabethplatz. Unbedingt nochmal hingehen!

Unser Tipp: Kumquats-Sorbet (Kugel, 1,70 Euro)

Trampolin, Nordendstr. 62, tägl.: 11.30 bis 21 Uhr

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