Gastro-News

Tapas-Café-Bar Barna: Stockfisch statt Forelle

Das kleine und feine Barna in der Auenstraße

Mit dem Barna ist ein Stück Barcelona an die Isar gezogen und bietet Tapas und Drinks in lässiger Umgebung.

Sogar der Bach fließt durch das neue Haus auf dem ehemaligen Rodenstock-Gelände. Lange wurde hier rumgebaut, neben dem Fischrestaurant Auenfischer hat sich mit dem Barna eine weitere Gastronomielokalität angesiedelt.

Eher unscheinbar wirkt die Tapas-Café-Bar in dem modernen Komplex, fast ein bisschen sympathisch-studentisch in seiner Einrichtung mit roten Metallstühlen, dem Neon-Schriftzug und bemalten Holzkisten als Wandregale. Hier wurde mit Fantasie ein nackter Raum nett gestaltet, die junge freundliche Wirtin Gemma kommt aus Barcelona, von ihren Bewohner wird diese tolle Stadt auch „Barna“ genannt. Ganz so toll, wie zum Beispiel in Barceloneta, El Raval oder Barri Gotic, liegt das Münchner Barna nicht an der stark befahrenen Straße, trotzdem wird es von den Legionen von Isarbesuchern profitieren, die gegenüber mit Radl, Kind und Kegel vorbeiziehen.

Natürlich kann man hier nett Café con leche (2,70 Euro) oder Cortado (Espresso mit Milch) trinken und dazu Schokoladen- oder Mandelkuchen (4,50) essen. Obwohl sich das Barna nicht als Tapas Bar versteht, sind außerdem viele kleine Gerichte im Angebot: zum Beispiel ein Gazpacho Shot (1,90), „Patatas Moradas Fritas“, lila Kartoffelchips (2,50), Oliven und Mandeln. Es gibt das „Beste von Ibérico-Schwein“ auf Platten zum Teilen (16,50), oder gleich den berühmten Pata Negra, die Portion handverlesener Eichelschinken, 36 Monate gereift, kostet hier (faire) 26 Euro. „Pa amb tomàquet“ (Brot mit Tomaten) ist ein typisch katalanisches Brotzeit-Gericht, hier bestens mit Ibérico-Schinken, katalonischer Landwurst oder Manchego-Käse erhältlich (5,90–7,50).

Eine weitere Snack-Spezialität, aber fast schon ein Hauptspeise, sind die „Coca“, das sind warme, flache Brote mit Variationen von Ibérico-Schinken und –lende mit Brie oder Mozzarella und ganz besonders mit „Sobrasada“, einem Paprikawurst-Aufstrich aus Mallorca. Das gilt auch für „Brandada“ mit Bio-Kabeljau-Püree (Stockfisch) mit Pimientos de Piquillo (rote Paprikaschoten aus Navarra) und schwarzer Olivenpaste (6,90-7,90). Dazu ein Glas Roura Xarel.Lo (0,1 für 2,90/Fl. 17) oder Austum Verdejo (3,80/23) oder mal ein alkoholfreier Weißwein Natureo Torres Moscatel (3,50/23).

Und wenn es Nacht wird im Barna, dann darf es auch einmal Salmos 2012 aus dem Priorat (Fl. 45) zum Pata Negra sein. Oder mal ein Drink namens „Minga“ an der Bar oder ein Pitcher mit selbstgemachter Sangria. Dann sollte man das Radl aber besser heimschieben, Isar abwärts.

Barna, Auenstraße 124
Tel.: 089 9973 3091, Geöffnet: Mo. bis Mi. 11.30 bis 23 / Do. bis Sa. 11.30 bis 1 Uhr
www.barnabar.com

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