Gastro-Kritik

Restaurant Sutra: Scharf means Scharf

Das Sutra – The Spice Den in Bogenhausen

Mit dem Sutra – The Spice Den betreibt das malaysische Restaurant Champor einen kleinen, feinen Ableger für hungrige Mittagsgäste in der Arabellastraße in Bogenhausen.

Die malaysische und indonesische Küche darf man durchaus als panasiatische Fusion-Küche bezeichnen und zwar lange bevor dieser Ausdruck erfunden wurde. Kein Wunder, ähnlich wie in Singapur versammelt auch die kunterbunte Inselwelt der multikulturellen Republik Einflüsse aus China, Thailand, Vietnam, Philippinen, Japan und Indien, die sich hier zu einer wahren Geschmacksexplosion verbinden.

Nicht umsonst traten europäische, vor allem holländische Segelschiffe im 17. Jahrhundert die lebensgefährliche Seereisen in diese unbekannte Welt an, um an Muskatnuss, Zimt, Pfeffer und Nelken zu kommen.

Ein Hauch davon schwebt in der Luft des reizlos in einem Neubau beheimaten Sutra.

Betritt man das kleine und trotz goldener Figuren und dezenter Asiatika kitschfrei eingerichtete Lokal, wird man nett empfangen – sofern ein Platz frei ist. Unzählige Büros, Kanzleien und Arztpraxen sind in der Umgebung angesiedelt und die Qualität des zwar nicht ganz günstigen aber dafür mit Sorgfalt zubereiteten Mittagstisches hat sich herumgesprochen.

Alternativ zu einer Wandtafel, die täglich und wöchentlich wechselnde Gerichte wie Green Curry mit Hühnchen, Rindfleisch oder Garnelen (9,90 bis 12,90 Euro) oder Pineapple Fried Rice sowie ein Panang Curry von der Entenkeule mit Lychee (12,90 Euro) anbietet, versammelt eine kleine Standard-Karte köstlich kleine und größere Gerichte.

Neben dem Dauerbrenner Black Pepper, Hähnchenbrust- oder Rinderstreifen, gebraten mit frischem schwarzem Pfeffer und Gemüse (9,90/12,90 Euro) sei hier ganz besonders das Chicken Percik empfohlen: Hähnchenbruststreifen gebraten in einer hausgemachten Erdnusssauce, Zitronengras und Sambal (10,50 Euro) – hier kommen die Geschmacksnerven nicht nur wegen der Schärfe in Wallung, mit cremiger Sate-Soße hat diese Erdnuss-Variation nichts gemein.

„Scharf means Scharf“, warnt schon die Website des Champor mit dem Zusatz auf der Karte, dass nach asiatischem Geschmack bewertet wird. Von „pikant“ über „leicht scharf“, „scharf“ und „sehr scharf“ bewegt sich die Skala, letzteres überlassen wir aber sicherheitshalber den Landsleuten von Betreiberin Kiren und ihrem Sutra-Team.

Vorne weg kann man zwischen hausgemachten Dim Sum, gefüllt mit fein gehacktem Hühnchenbrustfilet zu einem Ingwer-Sirache-Dip (3 Stk. 5,90 Euro), Spicy Wantans oder Cucumber & Shrimp Kerabu, ein Salat aus Gurken, Weißkraut und Shrimps mit hausgemachter Zitronengras-Vinaigrette (7,90 Euro) wählen.

Alles in allem ein Genuss und es wird Zeit, endlich einmal das Stammhaus zu besuchen.

Autor: Rainer Germann

Sutra – The Spice Den, Arabellastraße 19, München
Tel.: 089/92 33 41 00 Mo-Fr: 11.30-14.30 Uhr
www.sutra.champor.de

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