Gastro-Kritik

Gutes an der Ecke

Das Madam Anna Ekke im Glockenbachviertel München
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Das Madam Anna Ekke im Glockenbachviertel

Bei Madam Anna Ekke im Glockenbachviertel gibt es großartigen Flammkuchen und noch viel mehr

Vielleicht kennt der/die ein oder andere das Frau Bartels in der Klenzestraße, nun haben Maximilian Thurnhuber und Lion Wagner im Sommer ihren neuen Laden namens Madam Anna Ekke in der Kolosseumstraße eröffnet. Statt einer Bar nun ein Tagescafé mit Mittagstisch und einer kleinen, feinen Abendkarte.

Der Weg dahin war nicht einfach, wie Lion erklärt, der übrigens der Sohn des Regensburger Gastronomen Reinhard Wagner ist, eine feste Szenegröße in der Domstadt, der mit seinen Partnern Bars und Restaurants wie Namenlos, Paletti, Scala, Cinema Paradiso und Orphee betrieb oder immer noch betreibt.

Einundeinhalb Jahre dauerte es schließlich, bis die Nutzung durch den Vermieter in der Kolosseumstraße in München geklärt und die Gastro-Genehmigung erteilt wurde.

Beim Betreten des ehemaligen Fahrradladens, fallen einem zunächst die originellen Wandmalereien des Regensburger Künstlers Günther Kempf auf; sowohl das Fr. Bartels wie auch das Madam Anna Ekke wurden übrigens Hand-in-Hand mit dem Ladenbauer Barbaros Aslihan (Vorstadtwerkstätten) selbst entworfen und gebaut.

Frühstück gibt es unter der Woche bis 12 Uhr und am Wochenende als erweiterte Version mit zusätzlichen Gerichten bis 14 Uhr. Den Mittagstisch für die hungrigen Arbeitsbienen aus den umliegenden Büros, Praxen und Studios zaubert Köchin Andrea von 11.30 bis 14 Uhr. Von Linsen-Dal über vegane Burger bis zu ausgefallenen Currys, Salaten und Pasta-Gerichten erstreckt sich hier das Repertoire – praktisch alles, was der/die moderne Großstädter*in zur Stärkung braucht.

Abends kommen dann die schon jetzt schwer angesagten Flammkuchen auf den Tisch, dazu gibt es kleine Bierchen (Tegernseer, 0,33 zu 3,40), leichte Sommerweine (z.B. Bianco di Custoza, 0,2 zu 7) und verschiedene Drinks (z.B. Munich Mule , 9,80). Abendkoch Hugo ist gelernter Pizzabäcker und kommt aus Paraguay. Er hat lange in Barcelona gelebt und gearbeitet, macht jeden Tag den Teig frisch nach Geheimrezept. Das Resultat kann sich schmecken lassen - hauchdünn und kross, mit hochwertigen Zutaten belegt wie Feigen, Ziegenkäse, Rote Beete, Gorgonzola, Pesto, Speck und Spinat (8,90 bis 11,90 Euro). Dazu gibt es verschieden Salate und neuerdings auch Pasta-Gerichte mit selbstgemachten Sugos.

Fazit: Das Madam Anna Ekke war vom ersten Tag an gut besucht – kein Wunder, ist es doch ein lässiges, urbanes Eckcafé, das im Gegensatz zu vergleichbaren Läden nicht nur cool daherkommt, sondern durch gelungene Gerichte aus eigener Herstellung, freundlichen Betreibern und einem charmanten Ambiente überzeugen kann.

Autor: Rainer Germann

Madame Anna Ekke, Kolosseumstr. 6, 80469 München
Di-Fr: 8.30 bis 22/Sa: 9 bis 22/So: 9 bis 21 Uhr, Tel.: 089 45 24 01 41

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