Gastro-Kritik

Hot Dog mit Hard Rock

Ein Hot Dog im Hop Dog in der Auenstraße
+
Lecker: Ein Hot Dog im Hop Dog

Das Hop Dog in der Münchner Auenstraße ist eine gute Adresse für Hot Dogs und Craft Beer

Keine Ahnung, wann wir „Aqualung“ von Jethro Tull das letzte Mal gehört haben, zwanzig, dreißig Jahre dürfte das wohl schon her sein. Überhaupt ist die Playlist an diesem Abend im Hop Dog ziemlich retro – und ziemlich gelungen, wenn man auf Rockmusik der Siebziger Jahre steht. Gregor Einar Fransson, Slowene mit skandinavischem Namen, der Mann hinter der Bar schaut auch eher aus wie ein Roadie als wie der Wirt des wohl coolsten Hot Dog-Laden Münchens. Der Mann mag Bier und zwar bevorzugt von kleinen Brauereien, neben den üppigen Hot Dogs stehen Varianten wie Higgins Ale Works „Private Idaho“ (0,3 zu 6,50 Euro) oder das Sweetwater American IPA aus Atlanta (7,50) im Mittelpunkt. Das sind aber schon die Exoten, wir entscheiden uns für einheimische Sorten, wie das Sommerbier von Knoblach (4,20), ein Lager, und das Herren Pils von Keesmann Bräu aus Bamberg (4,20). Auch Rauchbier wäre im Angebot und eine Berliner Weisse namens Marlene.

Schick: Das Hop Dog in der Auenstraße

Jetzt aber zu den Hot Dogs (kosten alle 9,40 Euro, sind aber ein ganzes Abendessen): da wären die Empfehlungen des Hauses wie „The Connecticut Classic“ mit New Britain Meat Souce, Hot Pepper Relish, Shredded Cheese und Green Onions oder „Louisiana Dressed“ mit Cole Slaw, BBQ Sauce und Cheese Sauce. Es gibt vegane Varianten, und eben alles zum selbst zusammenstellen. Wir haben uns für einen Cassic Hot Dog mit Senf, Majo, Ketchup, Roasted Onions, Cole Slaw, Bacon und BBQ Sauce, einen „Louisiana Dressed“ und einen „LA Dressed“ mit Jalapenos entschieden. Alle Hot Dogs waren üppig belegt, haben sich deutlich vom Geschmack her unterschieden und richtig gut geschmeckt. Wie Burger ein bisschen schwierig zu essen, aber was soll’s, die Sauerei nimmt man gerne in Kauf für diesen Edel-Fast-Food-Genuss.

Dazu Herren Pils, Sommer Beer und ein Testbräu Sorachi Himbeere Blanche (6,50). Das letztere war wunderbar exotischer Genuss, der bestens mit Rainbow, AC/DC und Judas Priest harmonierte. Eins steht fest: Wenn schon Hot Dog, dann mit Hopfen und Hard Rock!

Autor: Rainer Germann

Hop Dog, Auenstraße 100
Mo-Fr: 12 bis 14/17 bis 23 Uhr/Sa: 15 bis 1 Uhr
www.facebook.com/HopDogRuleZ

Mehr zum Thema

Auch interessant

Gastro-News

Restaurant MUN: Persönliches Chef-Menü

Restaurant MUN: Persönliches Chef-Menü

Gastro-Kritik

Gutes an der Ecke

Gutes an der Ecke

Gastro-Kritik

Neapel schmecken und... weiterleben!

Neapel schmecken und... weiterleben!

Gastro-Event

Pop-Up Restaurant: N’ap Boule

Pop-Up Restaurant: N’ap Boule