Gastro-Kritik

Der kleine Flo: Kleiner Burger, großer Genuss

Der kleine Flo in der Josephspitalstraße 4

Der kleine Flo ist ein sympathisches Lokal mit sehr gelungenen „Tapas“-Mini-Burger in der Josephspitalstrasse.

Kaum glaubt man, die Burger-Welle ist vorbei, schon stellt man fest: Burger ist wie Pizza – immer beliebt und irgendwie im Trend. Die Qual der Wahl ist das Problem bei beiden Lieblingsgerichten – entscheidet man sich für eine Variante, muss man eine ziemlich große Portion davon essen. 

Bei der Pizza geht es ja noch, oft kann man sich die Teigfladen, zumindest pro Hälfte, individuell belegen lassen, auch die Variante „Quattro Stagioni“ ist ein Klassiker. Bei Burger wird die Sache logischer Weise etwas schwieriger, zumal diese ja vertikal statt horizontal belegt werden. Abhilfe bei diesem kulinarisch-geometrischem Problem schafft Der kleine Flo – hier gibt es an die 30 verschiedene „Tapasburger“, eine Idee, die Betreiberin und Betriebswirtin Julia aus einem Auslandssemester in Spanien mitgebracht hat. Die kleinen Burger (Durchmesser ca. 7 cm) werden sorgfältig und frisch zubereitet, die Buns backt Namensgeber, Inhaber, Koch und Partner Florian jeden Morgen frisch. 

Julia und Flo sehen sich als Tapasladen, der Miniburger im Angebot hat, die klassisch, raffiniert und auch mal ausgefallen belegt sind und zwischen 2,70 und 4,20 das Stück je nach Zutaten kosten. Zwei bis drei davon ergeben eine normale Burger-Portion, auch alle Dips (Ketchup, Chimichurri, BBQ-Soße) und Salatdressings sind hausgemacht. Dazu gesellen sich Beilagen wie ganz hervorragende Pommes, Brotstangen, Süßkartoffel-Chips etc,, alles frisch zubereitet.

Der kleine Flo in der Josephspitalstraße 4

Burger international und aus Minga

Jetzt kann‘s losgehen: zu einer kleinen Cola (2,90) und einer hausgemachten Royal Rose Blush-Limonade (4,20) bestellen wir bei dem (immer) außergewöhnlich netten Service einen klassischen Cheeseburger mit Speck (3,60) und ein „gezupftes Schwein“ (3,60), die hiesige Version vom Pulled Pork-Sandwich. Die Burger schmecken wirklich gut - der Speck schön kross, zur zerzupften in Dunkelbier gebratener Schweineschulter ein scharfer Senf - und werden ansprechend serviert, nett ist auch das Puppen-Besteck, das neben Salz, Pfeffer und Öl auf den Tischen bereit steht. 

Bei einem anderen Besuch dann das Mittagsmenü für 8,50 Euro: hier gibt es zwei Burger mit Getränk und Beilage im Tagesangebot, in diesem Fall das richtig gute „Cheddar Hendl“ und ein weniger aufregender Burger mit gebackenem Camembert und Preiselbeeren, der uns etwas zu arg an die vegetarische Kneipenküche der Achtziger Jahre erinnerte. Interessanter war da schon der skandinavische Graved Lachs Burger (4,20) mit hausgemachter Senf-Dill-Soße und ein italienischer Mozzarella-Burger, statt Pesto kommt hier die Chmichurri-Soße zum internationalen Einsatz. 

Apropos international: Da gerade jetzt im Spätsommer auch ein paar auswärtige Touristen das immer noch beschauliche (von den Baustellen mal abgesehen, aber wo gibt es die nicht zurzeit) Hackenviertel durchstreifen (könnten Ende September noch ein paar dazukommen), hat man wohl bayerische Varianten wie den „Minga Weißwurst Burger“ und einen „Bayerischen Leberkäs Burger“ (je 2,90) im Angebot. Wie diese schmecken, dürfen andere ausprobieren, vielleicht der freundliche Mann aus Delaware, mit dem man hier sehr nett ins Gespräch kam und der wissen wollte, was eigentlich „Minga“ heißt. Das konnten wir gerade noch erklären, was die Weißwurst aber auf dem Burger soll, leider nicht.

Autor: Rainer Germann

Mo-Do: 11.30 bis 22 Uhr
Fr, Sa: 11.30 bis 23 Uhr 

Tel.: 089/9901 8865
www.derkleineflo.de

Auch interessant

Nachbericht

So war Weinmahleins im Restaurant Conti

So war Weinmahleins im Restaurant Conti
Bar-Time

Nachbericht

So war Bar-Time in der Innenstadt

So war Bar-Time in der Innenstadt

Verlosung

eat&STYLE: Genießen und erleben

eat&STYLE: Genießen und erleben

Gastro-News

Amore Bar Opening - Ein Fest im alten Zest

Amore Bar Opening - Ein Fest im alten Zest