Food-Trend

Organic Garden: Ernährung neu gedacht

So soll eine Organic Garden Farm einmal aussehen
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So soll eine Organic Garden Farm einmal aussehen

Auf Organic Garden Farms möchte Holger Stromberg die Lebensmittel der Zukunft züchten

Und das vor den Toren Münchens, geht es nach Ernährungsexperte und Sternekoch Holger Stromberg, der beim Food-Tech Start-up Organic Garden eingestiegen ist. Erst Ende vergangenen Jahres kam der Digital-Experte und erfahrene Gründer Martin Wild als CEO mit an Bord des Ernährungsunternehmens, das 2019 von dem Finanzexperten Martin Seitle gegründet wurde. Organic Garden plant, so steht es im Pressetext, durch die Vernetzung von Lebensmitteln, Bodenkultur und Energie, deutschlandweit Bio-Produkte mit Rücksicht auf die Natur herzustellen und diese online, in der Großverpflegung (Kantinen) und in eigenen Läden zu vertreiben.

Dabei wird in sogenannten Organic Garden Farms auf zusammenhängende Kreisläufe, die Ressourcen schonen und Restprodukte optimal einbeziehen gesetzt. Um nach eigener Aussage sein oberstes berufliches Ziel, die Ernährung der Zukunft, die Mensch und Natur gleichermaßen gerecht wird, zu verwirklichen, stieg Holger Stromberg mit seinem Unternehmen, der f.e.b. GmbH, samt Team und allen Geschäftszweigen als Shareholder, Ernährungsbotschafter und CCO (Chief Culinary Officer) bei der Organic Garden AG ein. Ziel sei es, eine Ernährung zu etablieren, die gleichermaßen Mensch und Natur zugutekommt, so Stromberg, der bereits für die deutsche Nationalmannschaft gekocht hat, Sterneküchen und Edel-Currywurst-Buden betrieb.

Gemüse, Früchte, Kräuter, Pilze, Algen und Fisch sollen nebeneinander aufgezogen werden, ohne unnötige Energie zu verschwenden

In den Organic Garden Farms werden zukünftig Bio-Lebensmittel regional und CO2-neutral produziert. Ein ganzheitlicher Ansatz unter dem Claim „Wir denken Ernährung neu“, der mittel- bis langfristig aus den klimapolitischen Krisenszenarien der langen Transportwege, fossilen Brennstoffen, Massentierhaltung und Monokulturen herausführen soll. Oberstes Prinzip ist dabei die Vereinbarkeit von gelebter Ökologie, Ökonomie, Transparenz und Sozialethik – zum „Wohl des Planeten, der Partner, von Kunden und Konsumenten und künftigen Generationen“. Regionale Lösungen für globale Ziele - klingt wie ein Traum? Aber nicht unrealistisch.

Die beiden Gesichter hinter Organic Garden: Holger Stromberg und Martin Wild

Die Organic Garden Farms basieren auf sechs verschiedenen Modulen: Beim Gartenbau sollen moderne Technik und engagierte Gärtner*innen hohe Ernteerträge in Glashäusern sichern. Die Wasserversorgung wird durch das Gebrauchtwasser der Fischzucht ergänzt und Ernterückstände werden zu Dünger verarbeitet. Eine Indoor-Aquakultur soll hochwertigen Zander und Lachs für eine ausgewogene Ernährung liefern. Man darf gespannt sein, wie das Team die bisher höchst schwierige Zucht von dem erstgenannten Süßwasserraubfisch bewerkstelligen wird. Fest steht, dass die Meere auf Jahrzehnte überfischt sind und nur regionale Süßwasserfischzucht einen nachhaltigen Fischkonsum gewährleisten kann.

Die Produkte der Pilzzucht sind wertvolle Vitamin- und Mineralstofflieferanten, die auch mit einem hohen Eiweißgehalt als wertvolle Begleiter einer gesunden Ernährung überzeugen können. ​Algen binden als „Superfood“ CO2 und haben einen extrem hohen Nährstoffgehalt, auch aufgrund wertvoller Omega-3-Fettsäuren. In der Algenzucht sollen sie das Organic Garden Sortiment optimal ergänzen als sinnvoller Teil der Kreislaufwirtschaft. In einem Erdenwerk soll schadstofffreie Kultur-Schwarzerde entstehen, die für andere Module genutzt wird. Und: Die umfangreiche Energieversorgung der Anlage soll in Form von grünem Strom und regenerativen Energiequellen gewährleistet werden.

Das klingt alles fast zu schön um wahr zu sein, aber das haben Visionen und Utopien so an sich - sie gehen über gängige Vorstellungen hinaus. In diesem Sinne kann man hier nur das Beste wünschen – es geht schließlich um nicht weniger als die Zukunft der Ernährung.

Alle Infos unter www.organicgarden.de

Autor: Rainer Germann

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