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Little London: Britisch ohne Brexit

Britisch mit Stil: Der neue „Private Room“ im Little London
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Britisch mit Stil: Der neue „Private Room“ im Little London

Das Restaurant Little London im Tal hat einen neuen „Private Room“ und bietet neben Steaks nun auch einen eigenen Apéritiflikör und Gin für daheim an

Der Aufzug wäre noch in Arbeit, meint Daniel Weinfurtner, Betriebsleiter des Little London, und führt durchs Treppenhaus in den ersten Stock. Die seit fünf Jahren neben einem Elektrogroßhändler im Tal angesiedelte Lokalität wirkt mit ihrem Pub-Look von außen recht unscheinbar. Hier würde man kaum ein exklusives Steak-Restaurant vermuten, das praktisch jeden Abend ausgebucht ist und gerade zu den 10 besten Gourmet-Adressen bei TripAdvisor (Traveller’s Choice) gewählt wurde. Da lassen Gäste, die zum Beispiel vom Bayerischen Hof geschickt wurden, das Taxi schon mal weiterfahren, lacht Restaurantchef und Little London-Gastgeber Mario Pargger. Doch man ist nicht hier, um den charmant vorgetragenen Anekdoten zu Lokal und Gästen zu lauschen, sondern eingeladen, um drei Neuheiten des Hauses kennenzulernen. Die erste ist ein „private room“ im ersten Stock: Ganz im Wohnzimmer-Stil eines englischen Clubs gehalten, können hier bei einem Mindestverzehr ab 1500 Euro 25 Gäste an einer langen Tafel sitzend (oder ca. 40 stehend) bewirtet werden. Der eingangs erwähnte Aufzug führt direkt vom Restaurant in die exklusive, mit allerlei Brit-Devotionalien und einer kleinen Bar ausgestattete Räumlichkeit sowie in der anderen Richtung in einen eigenen, bestens bestückten kleinen Weinkeller.

Den Lockdown kreativ genützt

Mario Pargger ist nicht nur Gastgeber, sondern auch Diplom-Sommelier und Weinakademiker. Während des Lockdown, in dem das geschlossene Little London seine Stammgäste mit bis zu 150 Delikatess-Pakete pro Woche versorgte, tüftelte der geborene Österreicher zusammen mit seinem Bar-Chef praktisch an einer Weltneuheit: dem bayerischen Apéritiflikör Hopsn. Neben dem namensgebendem Hopfen enthält der 20 prozentige Likör Birne, Holunder, Malz (Bier) und ein bisschen Enzianwurzel – eine durch und durch regionale Angelegenheit also, mit Prosecco aufgegossen, auch als bayerische Alternative zum Aperol-Sprizz oder Hugo angedacht.

Fachkundige Glasportionierung am Tisch, handgeformte Eiskugeln, frische Botanicals von Erdbeeren und Zitrusfrüchte bis Kräuter und Gewürze: Weil die Bar des Little London vor allem bei Gin-Freunden äußerst beliebt ist (ca. 280 Sorten im Angebot) und sich auf diesem Sektor einen gewissen Experten-Ruf erarbeitet hat, durfte als dritte Innovation ein „Gin-Erlebnis“ für zuhause nicht fehlen. MyGinTonic bietet 14 verschiedene Gin-Original-Flaschen im Miniformat, dazu kommen jeweils ein passendes Fever Tree-Tonic und ein Tütchen mit Botanicals, zum Bespiel getrocknete Orangenscheiben, die direkt aus Spanien importiert werden. Alles individuell verpackt in 14 verschiedenen, von Produktdesignerin Madeleine Heinrich hübsch gestalteten Boxen (pro Box 12,95 Euro) - entweder ein ideales Geschenk oder die Halbmonatsration für Gin-Freunde „dahoam“. Soll noch jemand sagen, der Lockdown wäre zu nichts nütze gewesen – für Mario Pargger und das Little London war es jedenfalls eine äußerst kreative Auszeit.

Little London, Tal 31
Di-Sa: 17 bis 1 Uhr (Küche bis 23 Uhr), Tel.: 089 122 239 470; Hopsn und MyGinTonic erhältlich im ausgewählten Feinkosthandel, im Restaurant und im OnlineShop unter www.little-london.de

Autor: Rainer Germann

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