Kommentar

Behutsame Rückkehr

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Die Corona-Maßnahmen in Bayern werden gelockert – nun hat auch die Gastronomie wieder eine Perspektive

Ab 18. Mai wird Außengastronomie bis 20 Uhr erlaubt, das heißt, dass Wirtsgärten und Biergärten wieder besucht werden können. Natürlich mit strengen Schutzauflagen – so müssen Kellner*innen Masken tragen, das gilt natürlich auch für das Küchenpersonal.

Zurzeit arbeiten viele Gastronom*innen an einem passenden Bestuhlungskonzept, das natürlich je nach Größenordnung des Lokals und der Tischgröße ziemlich individuell aussehen wird. Familientische für mehrere Personen wären geplant, ansonsten wird es wohl eher in Richtung zwei Personen pro Tisch gehen, wie gesagt, es kommt auf die Größe an. In Biergärten kann man beispielsweise Reihen auslassen, wie es der Biergarten auf dem Viktualienmarkt kurz vor dem Shutdown bereits praktiziert hat – hier saßen nur vier Personen an einem Achtertisch, jeder zweite Tisch wurde mit den Bänken rausgenommen.

Für die innerhäusliche Speisegastronomie soll es ab dem 25. Mai wieder losgehen, es kann dann bis 22 Uhr geöffnet werden. Auch hier wird fleißig an Schutzkonzepten gearbeitet, es gelten natürlich alle Regeln wie für die Außengastronomie auch für innen. Außerdem sollten im Lokal auch die Gäste Masken tragen, so Ministerpräsident Söder, zumindest bis sie am Tisch sitzen, dann hätte es beim „Essen und Trinken“ natürlich wenig Sinn. Beim Gang zur Toilette sollte der Mund- und Nasenschutz aber wieder aufgesetzt werden.

Ob es sich für die Gastronom*innen rentiert, wieder hochzufahren, obwohl nur maximal 30-40 Prozent erwirtschaftet werden können, muss natürlich individuell entschieden werden, da das auch mit einer verkleinerten Speisekarte mit Kosten (Personal, Wareneinsatz etc.) verbunden ist. Auch hier spielt wohl die Größenordnung eine wichtige Rolle – ein „Lebenszeichen“ zu setzten, das dürfte aber für alle Lokalitäten eine wichtige Rolle spielen, nach zwei Monaten ohne Gäste und Einkommen.

Ein wichtiges Zeichen für die Gastronomie sind die Lockerungen der Maßnahmen auf alle Fälle, hier wurde eine Perspektive geschaffen, die enorm wichtig ist. Dass das aber nicht reicht und man viele Betriebe mit staatlicher Hilfe und nicht nur Kreditaussichten nach zwei Monaten Betriebsausfall unterstützen müsste, ist ebenso klar und auch die Meinung vieler Münchner Gastronomen.

Autor: Rainer Germann

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