Gastro-News

Schampus und Schmarrn: Anfang Juli eröffnet die Kubaschewski Bar

Eric König und Alexander Recknagel

Gut Ding will Weile haben, doch jetzt ist Licht zu sehen am Ende des Tunnels der langwierigen Bauarbeiten. Nur noch wenige Tage, dann können wir im Innenhof des Gloria Palast am Stachus einen neuen Szene-Hotspot begrüßen, das Kubaschewski.

Wir konnten netterweise schon einmal die Baustelle inspizieren, uns also einen ersten Eindruck verschaffen und mit zweien der Betreiber, Alexander Recknagel und Eric König, über das neue Projekt reden. Zunächst einmal zum Namen: Kubaschewskiist eine Reminiszenz an die deutsche Filmverleiherin und -produzentin Ilse Kubaschewski. Sie gründete 1949 zusammen mit Filmproduzent Luggi Waldleitner die Gloria-Film GmbH. Die beiden dominierten damit in den 1950ern das deutsche Filmverleihgeschäft. Im August 1956 eröffnete sie zudem den Gloria Palast mit seinen damals 800 Plätzen und einer eingebauten, beleuchteten Wasserfontäne auf der Bühne als besonderes Spektakel.

Lang, lang ist‘s her, die gute Ilse Kubaschewski lebt nicht mehr, der Gloria Palast ist deutlich kleiner geworden, aber auch deutlich komfortabler. Und bald gibt‘s ein zusätzliches Angebot für vor oder nach dem Kinobesuch, eben die Kubaschewski Bar. Der Untertitel „Schampus und Schmarrn“ deutet schon an, wohin die Reise geht: Zahlreiche Schaumweine und Kaiserschmarrn dominieren also die Karte. Die österreichische Nachspeise wird hier aber nicht nur klassisch süß serviert, sondern interessanterweise auch in herzhaften Variationen. Dieses Gaumen-Experiment – z.B. ein Kräuter-Schmarrn mit Pilzen, Schalotten und Creme fraiche oder eine Version mit Hummerschwanz – werden wir uns nicht entgehen lassen.

Wenn nichts mehr schief geht, eröffnet das Kubaschewski Anfang Juli und bringt frischen Wind in den Innenhof, der länger im Dornröschenschlaf lag. Eine ebenerdige Naturstein-Terrasse mit 80 Plätzen erwartet die Gäste dort, drinnen werden sie erst einmal einem großen Weinschrank zur Linken und einem massiven Messingblock begegnen, hinter dem sich die Kaiserschmarrn-Küche verbirgt. Rechts davon liegt die U-förmige Bar mit einer Theke aus Messing, die bei Bedarf sogar leicht geheizt werden kann, damit die Arme beim Auflegen nicht auskühlen.

Zwei Hingucker sind an der Bar zu finden, zum einen die fünf „Champagner-Satelliten“, die über den Köpfen schweben und zum anderen die transparente Zapfsäule mit eine Sprirale, durch die man das Bier fließen sehen kann. Es gibt also nicht nur Schaumwein zum Trinken, sondern auch Helles von Hofbräu. Bei den prickelnden Getränken ist der Champagner zwar in der Überzahl, aber unter den insgesamt 90 Positionen sind auch preisgünstigere Cavas aus Spanien (ab 6,50 Euro das Glas) oder Prosecco aus Italien (ab 7,50 Euro). Selbstverständlich mixen die Barkeeper hier aber auch „filmreife Cocktails, die zu knapp 90 Prozent Schaumwein-Anteil haben“, wie uns Eric König erläuterte.

Für Gruppen interessant sind auch noch die drei Separées im hinteren Bereich, hier können also auch kleine Privatrunden in recht ungestörter Atmosphäre feiern. Wer sich frühzeitig Plätze sichern mag, kann sich vertrauensvoll an die Geschäftsführer Eric König und Max Gradl oder die Gastgeber Max Haußmann und Emmanuel Pataccia wenden. Freitags und samstags untermalen außerdem DJs die schöne Szenerie und spielen alles zwischen typischem „Café de Paris“-Sound und Sixties-Klassikern. „Darüber hinaus werden wir auch noch monatlich ein saisonales Fest machen und immer wieder mal Winzer-Veranstaltungen, bei denen wir unsere Winzer des Monats ins Haus holen“, verriet uns Alex Recknagel, den viele auch aus dem benachbarten Herzog kennen.

Kubaschewski Bar, Karlsplatz 5
Mo-Sa 15-24 Uhr www.kubaschewski.bar

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