1. Startseite
  2. Gastro
  3. Bars

Das 55Eleven ist ins Glockenbachviertel umgezogen

Erstellt: Aktualisiert:

Das 55Eleven ist ins Glockenbachviertel umgezogen
Das 55Eleven ist ins Glockenbachviertel umgezogen © Alex Wulkow / InMagazin Verlags GmbH

Die beliebte Anlaufstelle für Studierende hat das Uni-Viertel verlassen und begrüßt die Gäste jetzt in der früheren Pizzeria Santo Anger gegenüber dem ältesten Hochhaus der Stadt. 

Aufmerksamen Beobachtern ist das schon seit Wochen sichtbare Logo des Bar-Restaurants 55Eleven an der Fassade Blumenstraße Ecke Papa-Schmid-Straße sicher nicht entgangen. Die meisten werden aber davon ausgegangen sein, dass die Betreiber um Costantino “Cossi” Medde, Nadja van Mark und Mitja Lafere dort einfach eine Filiale eröffnen und nach dem Uni-Viertel nun auch das Quartier rund um Glockenbach und Gärtnerplatz erobern wollen. Das war auch der ursprüngliche Gedanke.

Doch es kam etwas anders. Denn der Hauseigentümer des denkmalgeschützten Gebäudes in der Amalienstraße 55 – Originalsitz des 55Eleven – erwies sich als nicht sehr kooperativ. Betreiber Costantino “Cossi” Medde erzählte uns mehr zum Hintergrund: “Es musste dort leider baulich einiges getan und infrastrukturell erneuert werden, was kompliziert und kostenintensiv ist. Letzten Endes war es so, dass wir im Spätsommer eine Untersagung für die Nutzung unserer Vollküche bekommen haben, aufgrund von Geruchsbelästigung. Sieben Jahre hat sich darüber niemand beschwert. Dann hieß es, wir sollten eine neue Lüftung einbauen, bevor es zu einem neuen Vertrag kommt. Die Ereignisse überschlugen sich dann in den letzten Wochen, sodass wir einen Nachmieter gesucht haben. Irgendwo war es dann auch gut mit diesem Kapitel.”

Ein neues Zuhause für das 55Eleven

Also auf zu neuen Ufern! Die ehemalige, selbsternannte Rock’n’Roll-Pizzeria Santo Anger von Bernhard Steinweg ist seit Anfang des Monats der neue Heimathafen, den Interessierte nach dem Soft Opening aktuell abends von Mittwoch bis Samstag anlaufen können. “Es war Liebe auf den ersten Blick”, meint Medde, ”halt alles etwas kleiner, ein bisschen kompakter, aber vielleicht auch mittelfristig umso charmanter mit unserer Außenfläche auf zwei Seiten. Wir haben erst einmal nur abends geöffnet, wollen aber im neuen Jahr in den Ganztagsbetrieb wechseln und das Ganze langsam wachsen lassen.”

Im Moment liegt der Fokus im neuen 55Eleven, das angesichts der Rückwand mit den charakteristischen Lichtschlitzen noch ein wenig an früher erinnert, auf dem Barbetrieb. Zehn spritzige Starter stehen zur Wahl und etwa ebenso viele Cocktails, wobei man sich die Fizzes und Sours nach eigenem Gusto zusammenstellen kann. Die Weinkarte umfasst knapp 25 Positionen, darunter auch den schon bekannten, hauseigenen 55Eleven-Weißen vom renommierten Weingut Dr. Bürklin-Wolf.

Natürlich gibt’s zur flüssigen Verköstigung auch was Handfestes. Frei nach dem Motto “Share & socialize” können sich die Gäste Gerichte bestellen, bei denen gern mehrere zugreifen dürfen. Alle Speisen, die weiterhin kalifornisch bis lateinamerikanisch angehaucht sind, kommen auf Alu-Tabletts mit karierten Papierunterlagen an den Tisch. Bekannte Klassiker wie das Philly-Cheese-Steak, die Parmesan Fries oder die Shrimp Tacos fehlen natürlich nicht auf der Karte. Ab 1. Januar starten die Betreiber an Samstagen und Sonntagen zusätzlich ihre “Brunch Society” von 11 bis 16 Uhr, die mit ganz viel Soulfood und einer Mimosa-Flatrate aufwartet.

55Eleven, Blumenstr. 25
Mittwoch bis Samstag 17 bis 1 Uhr, ab 1. Januar Samstag 11 bis 1 Uhr, Sonntag 11 bis 16 Uhr, Webseite

Auch interessant