Corona-Lockerungen

Kneipen und Bars dürfen wieder öffnen!

Bild vom Palais Club am Münchner Hauptbahnhof
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Der Palais Club am Hauptbahnhof

Die Normalität kehrt scheibchenweise zurück. Ab Samstag dürfen auch wieder Kneipen und Bars offiziell öffnen – natürlich mit Maskenpflicht und Abstandsgebot. 

Die Infektionszahlen sind zwar noch nicht wieder im beruhigenden grünen Bereich. Aber Schritt für Schritt darf auch der Teil der Gastronomie, der auf Getränke spezialisiert ist, wieder einen Gang höher schalten. Ab 19. September haben nach monatelanger Zwangspause auch reine Schankwirtschaften in ganz Bayern wieder die Möglichkeiten, unter gleichen Bedingungen wie Speisewirtschaften zu öffnen.

Konkret heißt das für Kneipen und Bars, dass in geschlossenen Räumen die Bedienung am Tisch erfolgen muss, dass nur Hintergrundmusik zulässig ist und sich jede Person einzeln registrieren muss. Die schon gewohnten Abstands- und Maskenregelungen gelten natürlich auch. Das allgemeine Tanzverbot muss ebenso eingehalten werden. Erst später – Zitat Markus Söder: „Sie können ja zu Hause mit ihrer Partnerin tanzen“ – darf man dem Bewegungsdrang mehr oder weniger freien Lauf lassen.

Also sind ab dem Wochenende auch die Läden wieder mit im Spiel, die kein Essen anbieten und/oder keine vernünftigen Außenflächen zum Bewirtschaften haben. Viele Bars in München erfüllten nämlich bereits diese Voraussetzungen und liefen dementsprechend schon seit einigen Wochen wieder im regulären Betrieb. Andere haben sich lustige Ideen einfallen lassen, um irgendwie Umsatz zu erzielen.

So hat sich die kleine Dive Bar in der Reichenbachstraße 19 unter der Woche tagsüber in einen selbsternannten „Spelunkenkiosk“ inklusive Hermes-Paketshop verwandelt. Und dort kann man z.B. ein „Paketgedeck“ bestellen, also einfach ein Packerl aufgeben und sich dann an die Bar setzen und ein eiskaltes Bierchen genießen. Das Leben kann so einfach sein. Das Team ist nach sechs Monaten Zwangspause nun aber voller Energie und freut sich auf Gäste am Abend – frei nach dem Motto „First come, first serve“.

Auch die Schwabinger Kultkneipe Jennerwein fand eine kreative Lösung mit ihren „Draußen-Sessions“ am Wochenende. Am 19. September läutet allerdings das Sterbeglöcklein für diese Theken-Institution, die seit 1962 existiert. Betreiber Bernhard Steinweg gibt das Jennerwein aus familiären Gründen ab. Am Samstag ab 16 Uhr findet noch einmal eine große Abschiedsfeier statt. Und das Interieur mit ganz viel Patina wird gerade auf eBay versteigert. Anschließend steht ein Umbau an. Neuer Betreiber wird Thomas Welcker, bekannt vom Call Me Drella.

Gutes Stichwort, das Drella: Der Club am Maximiliansplatz ist bis auf Weiteres noch geschlossen, wie auch alle anderen Clubs und Diskotheken in München. Wirklich alle? Nein, es gibt seit ein paar Tagen eine Art gallisches Dorf in München. Die Rede ist vom Palais Club. Die Betreiber Pit Bischoff und Skadi Schabacker satteln für die Corona-Zeit um und haben ihren Club in eine reine Bar mit amüsanter Schaukel-Area auf dem früheren Dancefloor verwandelt. Dank einer langjährigen Gaststättenkonzession steht die Umwidmung auf rechtlich sicheren Beinen.

Im Großen und Ganzen pendelt sich das öffentliche Leben also auch in der Gastronomie immer mehr in Richtung Normalzustand ein. Ein Damoklesschwert droht aber weiterhin: Bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50 und mehr, also dem Frühwarnwert bezüglich der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner, könnte weiterhin ein Alkoholverbot ab 23 Uhr in Schank- und Speisewirtschaften ausgesprochen werden.

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