Popkultur

Rolling-Stones-Ausstellung in der Pasinger Fabrik: Get some satisfaction!

The Rolling Stones
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The Rolling Stones

Sobald der Exit aus dem Lockdown möglich ist, wird auch die Pasinger Fabrik ihre Zwangspause beenden und mit einer spannenden Rolling-Stones-Ausstellung aufwarten.

Wann das sein wird, steht noch in den Sternen. Ausstellungskurator Herbert Hauke, der auch das Rockmuseum im Olympiaturm betreibt, ist Optimist und hofft, die Vernissage vor Publikum noch im Mai durchführen zu können. Doch die Corona-Pandemie hält sich ja bekanntermaßen nicht an Zeitpläne und Terminkalender. Also bleibt das genaue Datum für den Startschuss von “Magic Moments of the Rolling Stones” vorerst ein Fall für Hellseher.

Einen Vorgeschmack auf die Ausstellung können sich Interessierte aber schon heute Abend holen: Über einen Zoom-Videostream gewähren Stefan-Maria Mittendorf von der neu gegründeten P.Art-Galerie in der Pasinger Fabrik und Stones-Experte Herbert Hauke einen ersten Einblick. Die beiden unterhalten sich über die legendäre Band, die schon 60 Jahre lang die Musikwelt prägt, und präsentieren nebenbei einige ausgewählte Exponate, garniert mit echten Insider-Anekdoten. Eine kurzweilige Zeitreise aus erster Hand mit dem Rockmuseumsdirektor und Sammler höchstpersönlich.

Herbert Hauke traf die “Rollenden Steine” erstmals im Jahr 1973 – amüsanterweise bei einem Tina-Turner-Konzert, das sich Mick Jagger, Keith Richards und Co ebenfalls nicht entgehen lassen wollten. “Das war damals wie ein Erweckungserlebnis für mich” erinnert sich der Rockfan, “obwohl ich mich zunächst geärgert hatte, dass vor uns in der ersten Reihe die Plätze frei geblieben waren. Kurz nach Konzertbeginn huschten dann aber fünf Gestalten rein und haben sich dort hingesetzt. Das waren die Stones! Keith Richards saß direkt vor mir. Ich hab dauernd an ihm herum gezupft, um ihn zu berühren, hab fotografiert und nach Autogrammen gefragt. Ich und meine Freunde, wir waren als Fans so nervig, und die Stones waren trotzdem so nett zu uns, einfach sehr souverän. Eine tolle Aura ging von ihnen aus.”

Ganz viel Rock’n’Roll-Attitüde erwartet auch den Besucher der Ausstellung, sobald sie für Publikum geöffnet werden kann. In der Pasinger Fabrik können interessierte Gäste den ganzen Sommer über noch einmal die wilden Sechziger Jahre und den legendären Auftritt der Rolling Stones im Circus Krone 1965 nacherleben. Die Band hatte ja ein enges Verhältnis zu München, man denke nur an Uschi Obermaier und die legendären Musicland Studios von Giorgio Moroder, wo die Stones die Alben “It’s only Rock’n’Roll” und “Black and Blue” aufnahmen. Allerlei Geschichten aus ihren Münchner Tagen begleiten auch die anderen Exponate, die von Skandalen, Randalen und Tragödien aus den vergangenen Jahrzehnten erzählen.

Diese Insiderstorys stammen natürlich von Herbert Hauke, der die Stones bei all ihren Gigs in München begleitet hat und über die Jahre eine außergewöhnliche Sammlung an Band-Devotionalien zusammengetragen hat. Dass darunter auch ein Foto von Ex-Rolling-Stone Brian Jones mit einem Reise-Plattenspieler ist, freut Hauke besonders: “Das Bild hat mir eine Dame in der Pasinger Fabrik bei der Beatles-Ausstellung im vergangenen Jahr geschenkt. Damals war noch gar keine Stones-Ausstellung geplant. Aber das Foto hat mich tatsächlich dazu inspiriert.”

Zoom-Gespräch zur Rolling-Stones-Ausstellung
Mi, 28. April 2021, 19-20 Uhr

Link zur Zoom-Konferenz
Meeting-ID: 994 2851 1446
Kenncode: 152043

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