Kunstmesse

ARTMUC: Die Jubiläumsausgabe von Münchens größtem Kunstfestival

Artmuc München 2020 - Skulptur aus Stein: 2013, Fiona Goos
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Skulptur aus Stein: 2013, Fiona Goos

Vom 22. bis zum 25. Oktober 2020 findet nach mehr als acht Monaten „Kunst-Zwangspause“ die 10. Ausgabe der ARTMUC Kunstmesse auf der Praterinsel statt

Mit der Jubiläumsausgabe kann sich gleichzeitig auch der Münchner Kunstherbst als eröffnet betrachten. Zusätzlich gibt es die ARTMUC nun endlich auch virtuell, dazu weiter unten mehr. Bei seiner zehnten Ausgabe präsentiert sich die Messe nach monatelangem internationalem Stillstand in der kompletten Kunst- und Eventszene als größte Münchner Plattform für zeitgenössische Kunst. Damit zählt sie mittlerweile zum wichtigsten Kunstevent Süddeutschlands und bringt Künstler, Galerien und Kunst-Projekte aus ganz Europa nach München. Die Jubiläums-Ausgabe präsentiert dabei wieder mehr als 80 nationale und internationale Künstler sowie 20 Galerien und Kunstprojekte in den wunderschönen Räumlichkeiten auf der Praterinsel.

Kunst entdecken und kaufen

Die ARTMUC positioniert sich auch in ihrer 10. Ausgabe eindeutig als Entdeckermesse und Verkaufsplattform für zeitgenössische Kunst, die man sich auch leisten kann. „Der Kunstmarkt entwickelt sich sehr stark in Richtung einer breiteren Käuferschicht – Kunst darf gefallen und Kunst darf gekauft werden“, so der verantwortliche Veranstalter Raiko Schwalbe. 2020 wird erneut ein Schwerpunkt auf das Rahmenprogramm gelegt. Zu den regulären Messeführungen organisiert Anabel Roque Rodríguez, Kuratorin und Kunsthistorikerin u.a. auf der Art Karlsruhe und Art Basel, erstmals an diesem Wochenende verschiedene Panels mit Künstlergesprächen. Die Panels sollen zeigen, dass Messen ein wichtiger Baustein im Wirtschaftssystem Kunst sind und zeitgenössischen Debatten einen Platz bieten.

Ohne Titel, 2020, Barbara Sontheim

Die künstlerischen Höhepunkte

Die ARTMUC fördert seit ihrer Gründung bei jeder Ausgabe ein soziales Projekt. Bei der Jubiläumsausgabe Ende Oktober kooperiert die Kunstmesse dabei mit dem Charity-Projekt „Lions-Edition“. Die vierte ihrer Art ist eine bisher unveröffentlichte 50er Edition „Blue Moon“ von Otto Piene aus dem Jahr 2001, die auf der Messe angeboten und zu Gunsten sozialer Projekte verschiedener Lions Clubs verkauft wird. Ein besonderer Blick lohnt sich auch auf die „chiemgau-galerie augustin“, die sich auf die Richtungen „Konkrete Kunst“, „Informelle Kunst“ und „Minimal Art“ spezialisiert hat. Sie wurde im Jahr 2019 von Marianne Augustin in Trostberg gegründet und präsentiert u.a. die Künstler Karin Fleischer, John Schmitz, Barbara Back und Anne Rieck.

Wer sich für Kunst aus Ungarn, Bulgarien und Serbien interessiert sollte sich etwas Zeit beim „Gallery Project“ nehmen. Alle zwei Jahre sucht Veranstalter Raiko Schwalbe nämlich internationale Künstler aus, die bereits im europäischen Kunstmarkt aktiv sind, um sie im „Gallery Space“ zu präsentieren. Dabei lädt der Impressario die Künstler*innen ein und bietet ihnen einen kostenlosen Stand auf der Messe an. Denn so Schwalbe, gäbe es viele hoffnungsvolle Künstler „die aus ärmeren Regionen kommen, mehrere Jobs haben, um zu überleben“ und sich beim besten Willen eine offizielle Teilnahme nicht leisten könnten. Deshalb werden jedes Jahr sogenannte „Greencards“ an ausgesuchte Künstler vergeben, so auch im Seuchenjahr 2020.

Kunst für den guten Zweck: „Blue Moon“ von Otto Piene

Kunst & Hygiene – das funktioniert!

Apropos: Die aktuelle Corona-Lage verlangt einmal mehr von allen Beteiligten ein verantwortungsvolles Handeln, entsprechend den Empfehlungen und Richtlinien des RKI. Die ARTMUC hat dafür bereits vor Wochen bei der Sonderausstellung „ARTMUC re:start“ mit mehr als 1.500 Besuchern an drei Tagen ein komplettes Hygienekonzept vorgelegt und damit gezeigt, dass verantwortungsvolles Handeln auf Seiten der Aussteller, der Veranstalter und auch der Besucher dazu beiträgt, Risiken stark zu minimieren. Auf der ARTMUC stehen für alle Besucher*innen ausreichend sensorgesteuerte Handdesinfektions-Spender bereit, zudem wurden die Abstände und Gänge zwischen den Ausstellern vergrößert und ein Team von zwei

Hygienebeauftragten vor Ort beantworten gerne alle Fragen.

Wem es trotzdem zu unsicher scheint, der geht einfach online auf die ARTMUC. Denn, wie viele andere auch, hat diese eine holprige Corona-Zeit hinter sich. Ausgehend von den Erfahrungen bzgl. der Digitalisierung aller Lebensbereiche hat man aber bereits im Mai damit begonnen, einen starken Partner für die Umsetzung einer Online-Version der Messe zu suchen. Ziel hierbei ist es allerdings nicht, wie bei andere Kunstmessen, einfach nur Stand-Bilder zu zeigen. Die ARTMUC soll interaktiv sein mund Ziel ist es „definitiv online zu GEHEN.“ Man darf also gespannt sein, wie sich dann die erste Online-Ausgabe zum Start der Messe am 22. Oktober darstellen wird.

ARTMUC – 22. bis 25. Oktober 2020, Praterinsel
Öffnungszeiten: Do. 22.10. – Vernissage 19:00 bis 22:30 Uhr (Eintritt 16 EUR inkl. Welcome-Drink), Fr. 23.10. & Sa. 24.10. jeweils 12 – 19 Uhr, So. 25.10. / 12 – 18 Uhr

Eintritt: Erwachsene 14 EUR / Studenten 12 EUR (nur am Freitag 23.10.2020), Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt

Weitere Infos unter: www.artmuc.info

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